Archiv für Oktober, 2016

Mitten im Ruhrgebiet ein ziemlich abgerockter Güterbahnhof. Das gesamte Areal umfasst fast 300.000 qm. Beeindruckend war die riesige Bahn-Betriebshalle, weniger die bemalten Wände. Viel Spass beim anschauen.

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Die Porta Nigra (lat. für „Schwarzes Tor“) ist ein ehemaliges römisches Stadttor und ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt Trier, ausdem zählt es zum UNESCO Welterbe. Der Name Porta Nigra stammt aus dem Mittelalter. Von den Trierer Einwohnern wird die Porta Nigra meist nur als „Porta“ bezeichnet. Neben der Porta hat die Stadt Trier noch weitere Sightseeing-Eckpunkte zu bieten, wie z.B. die Liebfrauenkirche, die Konstantinbasilika, den Dom, die Kaiserthermen, die Römerbrücker oder das Amphitheater. Ein Besuch in Trier lohnt sich allemal, gerade im September oder Oktober – Erntezeit und die damit verbundene Weinlese :-). Ob aber tatsächlich Trier die älteste Stadt Deutschlands ist, bleibt jedoch ungeklärt. Entlang des Rheins kommen dafür auch Worms, Neuss, Andernach und sogar Augsburg in Frage.

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Lost Places: NATO Kaserne

Veröffentlicht: 18. Oktober 2016 in Allgemein, Foto, Lost Places, NRW, Urbex
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Vor über 20 Jahren wurden hier die letzten Soldaten der britischen Rheinarmee stationiert. Seitdem verfällt auch dieses Gebiet. Ich gebe zu, das die Fotos von der Kirche und dem Kino auch von diesem Gelände stammen. Aber ich fand die so beeindruckend, das ich ihnen einen extra Beitrag gegönnt habe 🙂

Lost Places: Die Kirche

Veröffentlicht: 17. Oktober 2016 in Allgemein, Foto, Lost Places, Natur, Urbex
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Eine Kirche hat sicherlich jeder schon einmal betreten, religionsunabhängig. Auch wenn ich nicht zu den Menschen gehöre, die regelmäßig dorthin pilgern, habe ich jedes mal beim betreten ein demütiges Gefühl in mir. Anders war es bei meinem Besuch in der verlassenen Kirche, hier war ich eher bestürzt. Die Schmiererein an den Wänden haben meiner Meinung nach an solchen Orten mal so gar nichts zu suchen. Schön war der Ausblick vom Turm.

Lost Places: Kinopalast

Veröffentlicht: 16. Oktober 2016 in Allgemein, Foto, Lost Places, Ruhrgebiet, Urbex, Wald
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Heute möchte ich Euch mal etwas ganz anderes vorstellen, ein verlassenes Kino. Ja, auch so etwas gibt es Mitten in Deutschland. Die letzte Vorstellung lief vor über 20 Jahren!

Irgendwo mitten in Deutschland steht ein riesengroßes Kohlekraftwerk, daneben ein hübsches Dorf mit vielen kleinen Einfamilienhäusern und ansehnlichen Vorgärten. Jedoch hört man dort keine spielenden Kinder, man sieht keine Menschen auf den Straßen und so langsam holt die Natur sich den Ort ganz langsam zurück. Denn das Dorf ist verlassen worden. Der Betreiber des Kraftwerkes hat alle Grundstücke gekauft und die Leute dann mehr oder weniger gewollt umgesiedelt. Über die gezahlten Entschädigungen wurde nichts bekannt. Der Betreiber wollte sein Kraftwerk ausbauen. Dazu kam es dank der Energiewende aber nicht und so haben wir mitten in Deutschland ein verlassenens Dorf.

Mein Besuch dort hat mir allerdings nicht gefallen. Alte Fabrikanlagen zu fotografieren ist eine Sache, aber in so einer Gegend so eine laute Stille wahrzunehmen hat mir überhaupt nicht gefallen. Meine Bilder beschränken sich auch nur auf ein paar Stellen, die fototechnisch etwas hergaben. Dort herrschte eine eher bedrückende Stimmung und ich denke, das eine Wohnsiedlung lebendig sein sollte.

Untertage-Verlagerung, kurz U-Verlagerung. Dorthin verlagerten deutsche Rüstungsproduktionsstätten während des Zweiten Weltkrieges ihre Anlagen unter die Erdoberfläche. Auch heute gibt es noch eine Vielzahl von Ihnen. Ich durfte auch eine dieser Anlagen besuchen es ist allerdings unklar was hier produziert worden ist. Es ist sogar fraglich ob dieser „Stollen“ überhaupt in Betrieb genommen worden ist. Die NS-Führung war bei der Namensvergabe sehr kreativ. So bekamen z.B. natürliche Höhlen Namen aus dem Münzwesen. Alte Schachtanlagen benannte man nach Tieren und neue Stollenanlagen bekamen geologische Bezeichnungen. Tiefe Keller bekamen weibliche Vornamen und neue Bunkerbauten erhielten männliche Vornamen. Ehemalige Bunkerlangen bezeichnete man mit Begriffen aus der Pflanzenkunde.

Ich war so neugierig und bin vor Faszination gar nicht dazu gekommen „gute“ Bilder zu machen, auch die totale Dunkelheit war gewöhnungsbedürftig. Aber seht selbst:

Heute möchte ich wieder einen verlassenen Ort vorstellen. Die Gießerei „Black Stone“ aus dem 19. Jahrhundert. Da es unter den Menschen, die gerne verlassene Orte suchen einen Kodex gibt; Nämlich nicht zu verraten wo sich der Ort befindet, habe ich mir ein Pseudonym überlegt. Deshalb der Name „Black Stone“.

Gegründet wurde die Firma  1861 und produziert wurde Aluminiumguss, welches weiterentwickelt  und in der Automobil, Motorboot- und Luftschifffahrt verwendet wurde. Später kamen noch Patronenhülsen und Münzplättchen hinzu.

Seit über 30 Jahren wird auf dem Gelände nichts mehr produziert und das Gelände verfällt. Es macht aber sehr viel Spaß dort zu fotografieren 🙂

Heute möchte ich eine Kleine, aber sehr schöne Fotolocation vorstellen. Was genau hier produziert wurde ist mir nicht ganz klar. Fakt ist, in dieser Anlage im Sauerland haben mehrere Firmen (Firmennamen) produziert, konnte nur herausfinden, das u.a. Münzrohlinge gefertigt wurden – deshalb wahrscheinlich die hohen Mauern. Ende der 80iger Jahre wurde sie die Fabrik endgültig geschlossen. Flussaufwärts befindet sich ein kleines Wehr.

Im Ruhrgebiet makieren die Zechentürme in jeder Stadt die Horizonte und mancherorts sind auch noch ein paar Gebäude darum herum zu finden. Wie in Herten, an der Zeche Ewald. 1872 wurde mit den Abteufarbeiten begonnen, 12 Jahre später war der Schacht mit 624 Meter der tiefste im ganzen Ruhrgebiet. Vom Glanz der damaligen Zeiten ist allerdings nicht mehr viel übrig geblieben. Im März 2000 wurde die letzte Förderschicht gefahren. An das Gelände schließt sich die Halde Hoppenbruch an und bildet zusammen mit der Halde Hoheward die größte Haldenlandschaft Europas (ca. 220ha). Wer, so wie ich, gerne fotografiert findet aber immer noch ein paar schöne Motive – heute in B/W.

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