Lost Places: Zeche R.

Der verlassene Ort, den ich heute vorstellen möchte, wurde leider schon zu weiten Teilen abgerissen. Es handelt sich um eine relativ junge ehemalige Steinkohlen Zeche im Ruhrgebiet. Es wurde erst in den 30iger Jahren mit den Vorarbeiten für die Schachtanlage begonnen. Das Ende des zweiten Weltkrieges unterbrach die Teufarbeiten. Trotz Kohlekriese wurden Ende der 50iger Jahre die Teufarbeiten wieder aufgenommen. In den späten 60iger Jahren kam es zu einer Schlagwetterexplosion, die 16 Bergleuten das Leben kostete. Die Jahresförderung betrug zu dieser Zeit fast 1 Mio. Tonnen. Vor ziemlich genau 8 Jahren wurde der Betrieb eingstellt. Leider ist von der Anlage nur noch der Große, und wie ich finde, unschöne Fördertum übrig geblieben. Viel Spaß beim anschauen der Bilder. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite:

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Lost Places: Die Kohlenwäsche – oder der 100. Beitrag

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Liebe Leser meines Blogs, heute möchte ich Euch den 100. Beitrag in der Kategorie: LOST PLACES präsentieren. Hierfür habe ich mir ein echtes Sahnestückchen rausgesucht. Ein absoluter Fototraum; Wunderschöne Perspektiven und es war ein unglaublich spannendes Abenteuer diese Anlage zu erkunden. Eine verlassene Zeche mitten im Herzen des Ruhrgebietes, genau genommen eine „Kohlenwäsche“ mit Kilometerlagen Förderbändern inmitten eines riesigen Stahlgerüstes umrandet von rotem Backstein.

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Die Geschichte der Anlage geht bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Der preußische Staat erwarb mehrere Grubenfeldbesitze u.a. dieses hier. Um 1910 wurde mit dem Abteufen von Steinkohle begonnen. Die Schachtanlage entwickelte sich wirtschaftlich sehr vielversprechend. Bereits Anfang der 1920er Jahre wurde die Grenze von 1 Mio. Tonnen jährlicher Förderung überschritten. In den folgenden Jahren wurde die Anlage erweitert und immer wieder vergrößert. Sogar eine eigene Kokerei mit 160 Öfen wurde in Betrieb genommen. Mit den Jahren des Kohle Abbaus sind weitere Förderschächte aus der umliegenden Umgebung an das unterirdische Stollensystem angeschlossen worden. Die Kriegsgeschehnisse ließen die Arbeiten Anfang der 40er Jahre zum Erliegen kommen. Mitte der 50er Jahre wurde mit dem Bau eines Zentralförderschachtes begonnen. Dieser wurde mit vollautomatischen Gestellförderungen ausgestattet. Anfang der 60er Jahre wurde ein moderner Betonfördertum errichtet. Zeitweise lag die Jahresförderung bei 3 Mio. Tonnen. In den 80er Jahren konnte der Betrieb durch die Verfüllung der umliegenden Schachtanlagen Aufrecht erhalten werden. Wo Anfang der 80er Jahre noch gut 150.000 Bergleute im Ruhrgebiet tätig waren, läutete sich das Ende einer Ära ein. Diese Zeche brachte am 19. Dezember 2008 die letzte Lore zutage.

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Die Anlage ist bis heute so gut wie unversehrt erhalten geblieben. Die sogenannten „Kabelratten“ haben sich weite Teile der Kupferleitungen zu Eigen gemacht. Was einige Polizeieinsätze zu Folge hatte. Für mich ein würdiger 100. Beitrag. Die Zeit schien bei meinem Besuch still zu stehen. Es verging Stunde um Stunde und erst beim Eintreten der Dunkelheit wurde ich vom Bann der der Anlage freigelassen und habe meine Heimreise mit unzähligen Fotos im Gepäck angetreten. Übrig geblieben sind 100 – passend für diesen Beitrag. Das komplette Album wie immer Flickr. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder.

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

 

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Bergbau-Siedlung

Lost Places: Die Bergarbeiter Siedlung

Lost Places: Die Bergarbeiter Siedlung

Lost Places: Die Bergarbeiter Siedlung

Lost Places: Die Bergarbeiter Siedlung

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Tag des offenen Denkmals: Zeche Gneisenau

Dieser Beitrag zeit meinen Besuch eines Ortes den ich schon öfters besucht habe, bisher aber nie die Möglichkeit hatte mir die imposante Anlage von Innen anzuschauen. Aber im Rahmen des offenen Denkmals öffnete die Anlage ihre Tore. Die Zeche Gneisenau ist ein ehemaliges Steinkohle-Bergwerk in Dortmund. Betriebsbeginn war 1886. Betriebsende 1985. Die Zeche hatte ca. 6.000 Beschäftigte.
Der Tag des offenen Denkmals 2017 ermöglichte mir einen Besuch, der sonst nicht zugänglichen Schachtanlage II und IV. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Lost Places: Zeche Westfalen

Nachdem ab 1901 die ersten Probebohrungen im Gebiet der Stadt Ahlen mit Erfolg vorgenommen wurden,  entstand nicht lange danach ein Bergwerk und angrenzend daran, von 1918 bis 1924 die Siedlung für die Bergarbeiter und ihre Familien. Der Abbau von Steinkohle, der Personalbetrieb und die Energieversorgung nahmen immer größere Bereiche am Rande der Stadt ein und fügten sich schließlich mit der Kolonie als südöstlicher Stadtteil an Ahlen an. Es entstand ein neuer Stadtteil. Die Zeche Westfalen war über fast 100 Jahre Motor der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Ahlen und größter Arbeitgeber von bis zu 5500 Menschen. Am 1. Juli 2000 wurde der aktive Betrieb der Zeche Westfalen eingestellt. Während Schächte verfüllt, bergbauspezifische Gebäude abgerissen und denkmalwürdige Bestandteile erhalten wurden, entstand ein Folgenutzungskonzept für die Zeche Westfalen.

Eigentlich kein echter Lost Place mehr, aber ich finde die beiden Zechentürme hintereinander so schön.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Zeche Westfalen

Lost Places: Zeche Westfalen

Lost Places: Zeche Westfalen