Lost Places: Villa Efeu

Die Villa Efeu

die Reise führte uns an einem relativ warmen Tag im Februar in eine seit 2017 verlassenen Villa. Dieses kleine Anwesen befindet sich in einer unscheinbaren Sackgasse. Der ehemalige Eigentümer und seine Vorfahren waren einmal Teil einer industriellen Familie. Unzählige Dokumente lagen achtlos in einem Raum. Darunter ein alter Hypotheken Schein aus den 1820er Jahren. Im Haus selbst war nicht mehr viel Inventar vorhanden. Mein fotografisches Highlight war eine Holzwiege auf dem Dachboden.

Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places – Sprengstofffabrik

Die Reise zu diesem verlassenen Ort fand zu Beginn diesen Jahres statt. Es ist ein sehr alter verlassener Ort, der von der einzigen Blüte kaum noch zu erkennen ist. Mittlerweile hat sich die Natur einiges zurückgeholt. Aber gehen wir erstmal in das vorherige Jahrhundert zurück.

Der Entschluss zum Bau der Sprengstoff-Fabrik wurde in den Jahren 1904 bis 1906 bestimmt und durchgeführt. Es sollte denitroglyceinhaltiger Sprengstoff hergestellt werden. Das ganze Gelände wurde aus Sicherheitsgründen mit einem 2,25 m hohen Drahtzaun umgeben. Zu dieser Zeit betrug die Zahl der Arbeiter ca. 100 Mann. Die Fabrik diente der Herstellung und Verwertung von Sicherheitssprengstoffen. Verwendung sollte der größte Teil des produzierten Sprengstoffes zu dieser Zeit im Bergbau finden. Das erste Unglück passierte am 25.02.1911. Dabei wurden drei Arbeiter getötet. Die zweite Explosion forderte wieder drei Tote. Es geschah am 08. 07.1914. Der Kriegseinfluss auf die Sprengstofffabrik wurde deutlich erkennbar und die Fabrik expandierte. Nun produzierte die Fabrik keinen Sprengstoff mehr für den Bergbau wie vor dem Krieg, sondern sie wurde zu einer Munitionsfabrik umgebaut. Während der ganzen Kriegszeit arbeiteten ca. 2. 000 Menschen in diesem Betrieb, hauptsächlich waren es Arbeiterinnen. Die Männer mussten an die Front und die Sprengstoffproduktion wurde erhöht. Nach Kriegsende fand der Sprengstoff nur noch wenige Abnehmer, und man stellte die Produktion teilweise auf Tinte, Klebstoff und Kohlepapier um. 1929 wurde die Produktion gestoppt, das Gelände wurde zur Verpachtung freigegeben. 1932 wurde die Fabrik dann endgültig geschlossen.

Vor ein paar Jahren war ich schon einmal vor Ort. Die komplette Bilderserie findet Ihr auf meiner Seite:

Smartphoto78

Lost Places: Forensische Psychiatrie

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Dieser verlassene Ort zeigt eine alte forensiche Psychatrie. Auch wenn wir nicht in das Gebäude gekommen sind, war der Besuch spannend und ziemlich deprimierend zugleich. Der Gedanke hier hinter meterhohen Mauern eine Hofrunde drehen zu dürfen ist alles andere als schön. Hier wurden Straftäter inhaftiert, die als vermindert oder komplett schuldunfähig eingestuft wurden. Die Liste ist lang: Sexualstraftäter und Mörder sind keine Seltenheit. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album auf meiner Seite: smartphotos-verfallene-orte.de

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Lost Places: Stahlwerk „Heavy Metal“ 1. Teil

Der verlassene Ort, den ich heute vorstellen möchte, zeigt ein echtes Lost Places Highlight. Wer meinen Blog verfolgt, weiß dass ich schon viele aussergewöhnliche Orte besuchen konnte. Aber diese Location war eine ganz andere Nummer. Ich habe noch nie zuvor einen so riesigen verlassenen Ort besucht. Bei meinen Recherchen auf Google.Earth konnte man erahnen das dieser Besuch sicherlich etwas Zeit in Anspruch nehmen würde. Denn dieses Gelände umfasst eine Fläche von über 50 Hektar. Es war also zu erwarten, dass ich hier tatsächlich einen ganzen Tag verbringen würde. Jetzt beim Betrachten der Bilder ist gar nicht zu erkennen wie gigantisch dieser Ort in Wirklichkeit ist. OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die Metallindustrie geht in der Wallonie Dank des Vorkommens von Steinkohle und Eisen bis in das Spätmittelalter zurück. Berühmtheit wurde für das Schmieden von Schwertern, Harnischen und anderen Waffen über die Grenzen hinaus erlangt.
Das gigantische Stahlwerk meiner Bilderserie findet seine Anfänge zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Zwei Brüder aus unserem Nachbarland Belgien haben den Grundstein für die größte Eisengießerei und Maschinenfabrik Europas gelegt. Über die Jahre wurden Hochöfen, Stahl- und Walzwerk und eine Kesselschmiede betrieben. Das Stahlwerk hatte einen großen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung Belgiens und belegte seinerzeit den zweiten Platz hinter England. Das Werk produzierte auch die ersten Eisenbahnschienen und die dazugehörige Dampflokomotive „Le Belge“ anhand von britischen Blaupausen. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Ende 1. Teil.

Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite (und ich habe noch ein paar kleinere Alben veröffentlicht):

Smartphotos-verfallene-Orte.de

Lost Places: Haus der Lehrerin

In einem kleinen Ort befindet sich ein kleines verlassenes Wohnhaus. Von außen kaum zu erkennen. Über die Jahre hat der Vorgarten sich in einen verwucherten Wald verwandelt. Hier wurde schnell klar, hier lebt schon lange niemand mehr. Was wir dann aber im Inneren des kleinen Hauses vorgefunden haben ist fast unbeschreiblich. Überall lagen Schriftstücke und persönliche Gegenstände verteilt. Die letzte Bewohnerin war wohl in den Berufsjahren Lehrerin und pflegte eine ausgeprägte Sammelleidenschaft. Es fanden sich sogar Schriftstücke aus den 40er Jahren und sogar Schulhefte aus den späten 60er Jahren. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder.

Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite: www.smartphotos-verfallene-orte.deOLYMPUS DIGITAL CAMERA

Lost Places: Chateau Rochendaal

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Das Chateau Rochendaal wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts von einem Rechtsanwalt namens Jean Henri Paul Uhlens erbaut. Lange Zeit war es ein Anwesen inmitten eines kleinen Wäldchen und sehr idyllisch anzusehen. Bis zum Einmarsch der Nationalsozialisten, diese haben die Besitzerfamilie enteignet und das Gelände zu einem Stützpunkt der deutschen Luftwaffe umfunktioniert. Das Wäldchen wurde in Teilen abgeholzt und zahlreiche Baracken entstanden, die auch heute noch vorhanden sind. Das Chateau diente als Offizierskasino, Kaminzimmer und Unterkunft für Offiziere. Gegen Ende des 2. Weltkrieges bezogen  die Amerikaner die Unterkünfte. Ein paar Jahre später errichtete die belgische Luftwaffe ein Ausbildungszentrum für Piloten. Ende der 90er Jahre wurde das Anwesen aufgegeben. Vom einstigen Glanz ist gar nichts mehr übrig geblieben.

10*Klick* für die Quelle

Heute sind nach einem Brand vor ein paar Jahren nur noch Stahlträgergeschützte Grundmauern übrig geblieben. Ein paar Baracken stehen auch heute noch auf dem Gelände. Der Wald drum herum wurde inzwischen gerodet. Ein paar aktuelle Bilder habe ich mitgebracht und ein paar Bilder aus dem www ergänzt. Auf diesen Bildern kann man die einstige Schönheit nur erahnen. Viel Spaß beim Anschauen dieser geschichtsträchtigen Location.