Mit ‘Fotos’ getaggte Beiträge

Die Bilder zeigen eine kleine verlassene Kirche, welche seit Jahrzehnten verfällt. Leider kein 100% natürlicher Verfall. Bei meinen Recherchen habe ich eine Aufnahme aus dem Jahr 1961 gefunden. Hier ist zu erkennen, das das Gelände vor 51 Jahren noch relativ Baumfrei war. Mittlerweile ist das Gelände von einem Wäldchen umgeben. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Victoria Church

Lost Places: Victoria Church

Lost Places: Victoria Church

Lost Places: Victoria Church

Eine Gruppe von Pilzen erinnerte mich an Pfeifen einer nicht mehr vorhandenen Kirchenorgel

Lost Places: Victoria Church

Lost Places: Victoria Church

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Der verlassene Ort, den ich heute vorstellen möchte, stammt aus einer Stadt die bekannt für scharfe Klingen ist. Die gezeigte Fabrikanlage stellte auf rund 60.000 Quadratmetern einst Messerklingen für Landmaschinen her. Firmengründung war um 1827. Es wurden anfangs Stiefeleisen für Landarbeiter hergestellt. 1863 zog die Firma in den hier gezeigten Gebäudekomplex. Von nun an spezialisierte man sich auf Tafel- und Schlachtmesser. Es folgten Sägen, Häcksel- und Rübenmesser. Ein Katalog aus dem Jahr 1914 zeigte auf 1.200 Seiten knapp 30.000 Artikel. Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigte die Firma mehr als 1000 Menschen und zählte zu den größten Fabriken der Stadt. Nach wirtschaftlichen Problemen musste im Jahr 1999 sogar Insolvenz angemeldet werden. Schließlich wurde die Firma „Klein-gespart“ und zog letztlich in eine andere Stadt.
Die Hallen stehen seit 2008 leer und die Stadt plant schon etwas länger eine Altlastensanierung, denn eine Expertengruppe geht von Bleibelastungen im Erdreich aus. Sogar Blindgänger aus den Kriegsjahren werden vermutet.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Der heutige Beitrag zeigt ein verlassenes Museum für deutsche Heimatkunde. Seit Anfang des neuen Jahrtausends steht es leer und verfällt. Der umliegende Wald holt sich das Gelände zurück und es finden sich zahlreiche Fotomotive. Ein paar Bilder habe ich mitgebracht. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Der Gutshof und das umliegende Land wurde bereits um 1300 erwähnt. Es umfasste neben umfangreicher Wälder auch ein Schloss. Das heute noch vorhandes Torhaus wird für Kleinkunst-Ausstellungen genutzt. Es wurde auf dem Hof sogar Bier für die Gutsherren zum Eigenbedarf gebraut. Heute sind neben einem einsturzgefährdeten Eiskeller noch ein Herrenhaus, mehrere Scheunen bzw. Stallungen und ein wunderschöner Park vorhanden. Meine Fototour zeigt die Scheunen und Teile des Herrenhauses. Leider ist der Lost Place schon ziemlich abgerockt und es ist kaum noch etwas vom Glanz vergangener Tage vorhanden. Interessant war ein noch vorhandener Mühlenstein. Viel Spass beim anschauen. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Der heutige verlassene Ort zeigt die Verwaltungseinheit der riesigen Knopffabrik, welche ich Euch schon vorgestellt habe. Auch hier im Verwaltungstrakt gab es interessante Dinge zu entdecken. Beeindruckt hat mich ein Anschreiben aus einer Personalakte aus dem Jahr 1983. Hier wurde einem Mitarbeiter zum „silbernen Dienstjubiläum“ gratuliert und zwar sehr ausführlich und mit Schreibmaschine geschrieben. Damals gab es noch keinen PC mit Serienbrief und Druckfunktion. Der Verfasser des Briefes hat sich für diesen einen Mitarbeiter echte Gedanken gemacht und hat sich bei ihm für seine jahrelange Arbeit bedankt.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

er Knopfmacher eröffnete im Frühjahr 1876 zunächst einen Handel mit Stoffen für Damenstiefel, Schuhhaken und Ösen. Nur neun Jahre später, im Jahr 1885 wurde der Kronenfederdruckknopf von Paul Albert Regnault erfunden, das war der Vorläufer des Ringfederdruckknopfes, welcher das Hauptprodukt des Knöpfemachers gewesen ist. Den heutigen Lost Place zeigt das Firmengelände welches der Knopfmacher 1906 erbauen ließ. Im Jahr 1951 sind nach den schweren Kriegsjahren schon wieder über 500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Firma erlangt sogar so etwas wie Weltruhm, es wurden Druckknöpfe für namenhafte Bekleidungshersteller wie Levi´s, GAB und Wrangler produziert. Im Jahr 2003 kam es zu einer hohen EU Strafe wegen Preisabsprachen. Der Betrieb konnte noch aufrecht erhalten werden bis im Jahr 2010 nach 104-jähriger Traditionsgeschichte für immer die Lichter ausgingen.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Heute zeige ich Euch eine wunderschöne Villa. Zumindest war sie das einmal. Gebaut wurde die Villa um 1908. Das riesige Grundstück war einmal 12.000 Quardratmeter groß. Bis 1966 mit dem Bau einer Autobahn-Abfahrt begonnen wurde. Die Gartenanlage wurde um die Hälfte verkleinert und grenzte nun direkt an die Autobahn-Abfahrt. Damit begann auch der Untergang. Der Eigentümer, der Fabrikant „Carl“ musste in seiner Firma heftige einbußen machen und der Wert der Villa sank. Schließlich wurde ihm die Villa enteignet. Bis vor wenigen Jahren wurde sie noch bewohnt, es gab einen Plan das Haus und das um die Hälfte geschrumpfte Gelände in eine Seniorenwohnanlage zu verwandeln, aber der Plan scheiterte, da die Villa über keinen Kanalanschluss sondern nur über eine Sickergrube verfügt. Das Gelände liegt nun im Dornröschenschlaf. Die Wiesen und Teichanlagen gleichen inzwischen einem tropischen Dschungel. Von außen wirkt die Villa wie ein kleines Schloss. Beim erkunden des Inneren, ist mir sofort aufgefallen, das dort mal sehr gesellige Menschen gewohnt haben müssen.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Villa "Carl"

Lost Places: Villa "Carl"

Lost Places: Villa "Carl"

 

Lost Places: Villa "Carl"

Nachdem ab 1901 die ersten Probebohrungen im Gebiet der Stadt Ahlen mit Erfolg vorgenommen wurden,  entstand nicht lange danach ein Bergwerk und angrenzend daran, von 1918 bis 1924 die Siedlung für die Bergarbeiter und ihre Familien. Der Abbau von Steinkohle, der Personalbetrieb und die Energieversorgung nahmen immer größere Bereiche am Rande der Stadt ein und fügten sich schließlich mit der Kolonie als südöstlicher Stadtteil an Ahlen an. Es entstand ein neuer Stadtteil. Die Zeche Westfalen war über fast 100 Jahre Motor der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Ahlen und größter Arbeitgeber von bis zu 5500 Menschen. Am 1. Juli 2000 wurde der aktive Betrieb der Zeche Westfalen eingestellt. Während Schächte verfüllt, bergbauspezifische Gebäude abgerissen und denkmalwürdige Bestandteile erhalten wurden, entstand ein Folgenutzungskonzept für die Zeche Westfalen.

Eigentlich kein echter Lost Place mehr, aber ich finde die beiden Zechentürme hintereinander so schön.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Zeche Westfalen

Lost Places: Zeche Westfalen

Lost Places: Zeche Westfalen

Die Bilder dieser Tour hatte ich schon einmal veröffentlich, jedoch hatte ich ein paar Upload und Speicher Probleme, die mittlerweile behoben sind. Ich möchten den Beitrag hier nochmal zeigen. Ursprünglich war das Gebäude ein Wasserwerk, welches um 1909 gebaut worden ist. Schon von außen war dieses zugewachsene Gebäude eine Augenweide. Die Bauweise vor gut 100 Jahren ist um einiges anspruchsvoller und individueller als die heutigen Häuser, die heutzutage gebaut werden. Noch besonderer war allerdings der Innenraum. Alles erinnerte an ein Abenteuer-Videospiel. Wände hochklettern und Rätsel lösen, das alles könnte man in dieser Szenerie problemlos durchführen. Der eigentliche Zweck dieses Kathedralen ähnlichen Gebäudes, welches seit Anfang der 90iger Jahre leer steht, war eine Klärwerk-Anlage. Optisch ist es der Wahnsinn und ein paar Bilder habe ich auch mitgebracht.

Das ganze Album wie immer bei Flickr

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Lost Places: Lara Croft Tempel

Lost Places: Lara Croft Tempel

Lost Places: Lara Croft Tempel

Lost Places: Lara Croft Tempel

Heute möchte ich Euch eine besondere Location vorstellen. Normalerweise glaube ich nicht an Dinge die ich nicht sehen oder greifen kann, an Geister schon mal gar nicht. Dieser Ort, den ich Euch heute vorstellen möchte hatte jedoch eine besondere,…. ich nenne es einfach „Präsenz“. Beim betreten war kalte Luft zu spüren, die ich ein und ausgeatmet habe. Ich konnte sogar meinen Atem sehen. Und das, wo es draußen sommerliche 25°C waren. Dann viel mir der einzigartige Geruch auf. Das ansich ist bei verlassenen Orten üblich, aber es war eben doch anders. Aber das merkwürdige an diesem Ort war die komplette Stimmung. Alles schien irgendwie fremd, so als wenn es nicht von dieser Welt wäre. Ganz besonders stark hatte ich dieses empfinden beim betreten des Dachbodens. Nicht nur das quietschen der Dielen, nein auch der aufgewirbelte Staub hatte etwas befremdliches an sich. Mein ganzer Körper bekam eine Gänsehaut und ich war wie gelähmt, als ich mir Fotomotive gesucht habe fühlte ich mich wie umhüllt von einem unsichtbaren Schleier. Ehrlich gesagt war ich sehr froh, dieses merkwürdige Erlebnis hinter mir gelassen zu haben, wie ich diese Location verlassen habe. Hoffe bei den Bildern kommt rüber, was ich empfunden habe. (Hier gibt es keine Ortsangabe – nicht mal ein Hinweis). Das komplette Album wie immer bei FlickR.

Lost Places: Ghost Home

Lost Places: Ghost Home

Lost Places: Ghost Home

Lost Places: Ghost Home

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Habe im vorbeifahren dieses verlassenes Wohnhaus an einer Landstrasse mitten im Ruhrgebiet entdeckt. Noch vor wenigen Jahren muss dort eine tolle kleine Gemeinschaft gelebt haben. Insgesamt waren es 4 Wohneinheiten und besonders gefallen hat mir das Dachgeschoss (wegen dem Kamin). Viel Spaß beim anschauen.2

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Das ganze Album findet Ihr auf FlickR

S/W Motorrad Detailaufnahmen

Veröffentlicht: 1. Juni 2017 in Allgemein, Bild des Tages, Foto, S/W
Schlagwörter:, , , ,

Heute möchte ich Euch ein paar Detailaufnahmen eines 20 Jahre alten Motorrades zeigen. Ich bin da nicht so bewandert, aber der Hobel ist in einem sehr guten Zustand und sehr fotogen.

Jetzt habe ich es endlich geschafft. Mein erster Besuch einer verlassenen Klinik.

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A V Stift

Gebaut um 1900 und ursprünglich als Lungenheilstätte betrieben wurde dieses wunderschöne Gebäude mehrfach umgebaut und beherbegte später auch mehrere Fachrichtungen. Zuletzt wurde das Klinikum pneumologisch und psychosomatisch betrieben. 2011 wurde die Einrichtung dann entgültig geschlossen und die Fachkliniken auf andere Einrichtungen im Ort verlegt. Mein heutiger Besuch war leider 2 Jahre zuspät, denn der Vandalismus hat deutliche Spuren hinterlassen. Aber ich finde, das ich ganz nette Fotomotive gefunden habe. Sorry, das es so viele geworden sind.

Die kleine, aber wunderschöne Kiche im Dortmunder Süden ist der älteste Sakralbau im Stadtgebiet. Urkundlich wurde ein Vorläuferbauwerkt bereits im Jahr 776 erwähnt. Die Kirche wurde im 8. Jahrhundert von Papst Leo III auf seinem Weg nach oder von Paderborn besucht. Der heutige Bau ist auf die Mitte des 12. Jahrhunderts datiert. Im Mittelalter hatte die Kirche größere Bedeutung als Wallfahrtsort und Ablasskirche. Auf dem Kirchhof befindet sich ein Friedhof, der wohl älteste Totenhof im ganzen Ruhrgebiet. Die Grabsteine verweisen zurück bis auf das 9. Jahrhundert. Bei meinem Besuch hörte ich wie die Orgel spielte, das wirkte auf micht fast mystisch.

Lustiger Foto-Fund

Veröffentlicht: 16. April 2017 in Allgemein, Bild des Tages, Foto, S/W
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Bei der Haushaltsauflösung eines verstorbenen Angehörigen habe ich u.a. ein altes Fotoalbum gefunden. Darin enthalten waren zig Fotos aus den 30iger und 40iger Jahren. Neben einigen Bildern von Familienmitgliedern, Landschaftsaufnahmen und Sehenswürdigkeiten (dazu komme ich später -will erst noch Vergleichsfotos FRÜHER/HEUTE machen) waren da 3 Bilder die ich Euch unbedingt zeigen wollte. Ansich sind die Bilder nicht witzig, aber in einem Familienfotoalbum irgendwie deplatziert.

Schöne Ostern!

Die Zinkfabrik Altenberg ist Ankerpunkt des LVR-Industiemuseums in Oberhausen. Gar nicht weit vom CentrO (für die, die damit nichts anfangen können: Das ist DIE Shopping-Mall im Ruhrgebiet). Aber zurück zum Industriemuseum. Die Ausstellung erzählt von der Entstehung der Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet. Das Vorkommen von Erz und Kohle in der Region und von der Eisenbahn, als größten Verbraucher von Eisen und Stahl. Dabei läuft der Besucher durch das Innere eines Hochofens, an zahllosen Rädern, Schienen, Ketten und anderen Produkten vorbei.  Für mich gab es unzählige Fotomotive und unglaubliche viele Informationen über die damalige Arbeit im Ruhrgebiet.

Schwebebahn in Wuppertal

Veröffentlicht: 11. April 2017 in Allgemein, Foto, Industrie, NRW, S/W
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Die Stadt Wuppertal erkannte bereits im späten 19. Jahrhundert die Notwendigkeit ein zusätzliches Verkehrsmittel in der Talsohle zu Bauen. Der Kölner Ingenier Eugen Langen nahm sich das Projekt einer Schwebebahn an. Im Jahr 1896 erteilte die königliche Regierung zu Düsseldorf die staatliche Genehmigung zur Anlage einer Schwebebahn und im Sommer 1898 begann der Bau.

Schwebebahn

Am 24. Oktober 1900 fuhr Kaiser Wilhelm II. mit seiner Gemahling Auguste Viktoria von Döppersberg bis Vohwinkel. Bereits im Jahr 1925 hatte die Schwebebahn fast 20 Millionen Fahrgäste befördert.

Eine fast unglaubliche Geschichte spielte sich am 21. Juli 1950 ab. Wo heute wahrscheinlich jeder Tierschützer durchdrehen würde, denn an diesem Tag sprang der junge Elefant „Tuffi“ während einer Zirkus-Werbefahrt aus dem fahrenden Schwebebahnzug in die Wupper – erstaulicherweise überlebte das Tier und trug nur eine Schramme am Po davon.

Und auch heute noch wird die Schwebebahn als zuverlässiges und öffentliches Nahverkehrsmittel genutzt.

Insgesamt eine tolle Geschichte und jeder der einmal damit gefahren ist, wird es sicher nie mehr vergessen.

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Heute möchte ich euch meinen allerersten „Lost Place“ zeigen und zwar aus meiner Kindheit. Hier haben wir uns als Grundschüler am Nachmittag getroffen und haben unbeschwert verstecken gespielt. Hier schimpfte niemand, die alte Papierfabrik war für uns Kinder ein einziger Spielplatz. Wenn ich genau überlege, ist das sogar schon über 30 Jahre her.

Die Papierherstellung hat im märkischen Sauerland eine lange Tradition. 1692 kam Mathias Vorster aus Mülheim an der Ruhr in die Grafschaft Mark, um hier eine Papiermühle zu errichten. Er erwarb ein Gut in Hagen Delstern samt Gelände an der Volme, das für die Anlage einer derartigen Mühle wie geschaffen schien. Wichtige Voraussetzung für die Gründung einer Papiermühle war das Vorhandensein von klarem und gutem Wasser in ausreichender Menge. Dabei wird das Wasser nicht nur als Kraftquelle für Wasserräder benötigt, sondern auch als Rohstoff bei der Herstellung des Papierbreies. Damit begründete Vorster einen Gewerbezweig in der Region Hagen. Die Vorsterschen Papierfabriken belieferten über lange Zeit die preußische Verwaltung  mit hochwertigen Schreibpapieren. Eine Spezialität der „Obersten Mühle“ waren Strickmusterpapiere sowie Pack-, Tabak-, und Stempelpapiere, sogar Basismaterial für preußisches Papiergeld wurde produziert. Die Mühle brannte im Jahr 1878 ab und wurde stark verändert wieder aufgebaut und sogar erweitert.  Sie fimierte später unter dem Namen „Steinwender“. Die heute noch erhaltenen backsteinernen Fabrikgebäude stellen eine Zusammenstellung aus An-, Um- und Neubauten verschiedener Epochen dar. Die Papierfabrik wurde noch bis in die 1960er Jahre fortgeführt.

Heute haben Teile der Fabrik eine gewerbliche Nachnutzung für u.a. für Autoschrauber gefunden. Allerdings bleibt ein Großteil sich selbst überlassen und verfällt. Leider kann ich nur Aufnahmen von außen anbieten.

Habe heute eine kleine ehemalige Stanzerei mit Bahnanbindung besucht. Viel Spaß beim anschauen.

Bin heute bei einem Waldspaziergang auf eine kleine Villa gestoßen. Die ganz in der Nähe dieser Location gelegen ist. Hab sofort meine Kamera gezückt und ein paar Bilder festgehalten. Die „Geisterstadt“ ist immer einen Gruselbesuch wert und jedesmal entdecke ich neue Dinge, wie heute die kleine Villa.

Hier habe ich eine alte Gießerei entdeckt. Leider waren keine industiellen Anlagen mehr vorhanden, dafür aber jede Menge Graffitis – die ich eigentlich gar nicht mag. Aber irgendwie hatte dieser Ort etwas und deshalb möchte ich sie Euch zeigen.

Lost Places: Brauerei

Veröffentlicht: 29. Januar 2017 in Allgemein, Foto, Industrie, Lost Places, NRW, Ruhrgebiet, S/W, Urbex
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In unmittelbarer Nähe zur Ruhr wurde die Brauerei Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet. 1968 wurde die Produktion wieder eingestellt und das Gebäude wird seither sich selbst überlassen. Innen  war es teilweise sehr dunkel, was es nicht einfach gemacht hat hier zu fotografieren. Zumal es auch an allen Ecken knarrte und quitschte. Aber ein Gebäude, welches seit über 50 Jahren sich selbst überlassen wird, bietet eben nicht die Bequemlichkeiten eines Museeums. Was ja letztlich auch den besonderen Reiz von verlorenen Orten ausmacht.

Leider habe ich bei meinen Recherchen im Netz kein Bild gefunden, wo noch produziert wurde. Deshalb nur eine s/w Zeichnung. Aber hier kann man sich ganz gut ein Bild von der Größe des Geländes machen (was heute allerdings nur noch minimal erhalten ist).

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Im Westen des heutigen Dortmunder Stadtteils Hörde wurde 1852 mit dem Bau eines der ersten Hochofenwerke im Ruhrgebiet begonnen: PHÖNIX-WEST. Bereits 1855 wurden mit 1200 Arbeitskräften schon über 22.000 Tonnen Roheisen erzeugt. Im Rahmen des allgemeinen Niedergangs der Stahlindustrie wurde der Standort Phönix-West 1998 aufgegeben und es ist nur noch eine riesige Industrieruine zurück geblieben. Habe heute beim Neujahrsspaziergang ein paar Bilder festgehalten. Viel Spaß beim anschauen und ich wünsche Euch einen guten Start ins neue Jahr.

Halbmond

Veröffentlicht: 6. Dezember 2016 in Allgemein, Bild des Tages, Foto, Natur
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Ja, eigentlich ist erst Morgen Halbmond. Aber ich dachte mir, ist auch egal. Hatte beim letzten Supermond so ein Pech; Über mir war eine breite Wolkendecke. Also wollte ich die Gelegenheit nutzen und unseren Erdtrabanten schon heute knipsen. Und ja, das Bild ist nicht perfekt, aber ich bin schon froh, dass  die Krater zu erkennen sind.

Auszug Wikipedia: Der Mond ist der einzige natürliche Satellit der Erde. Weil aber auch die Trabanten anderer Planeten des Sonnensystems als Monde bezeichnet werden, spricht man zur Vermeidung von Verwechslungen oft vom Erdmond. Er ist mit einem Durchmesser von 3476 km der fünftgrößte Mond des Sonnensystems. Weil er sich relativ nahe der Erde befindet, ist er bisher der einzige fremde Himmelskörper, der von Menschen betreten wurde, und auch der am weitesten erforschte. Trotzdem gibt es noch viele Unklarheiten, etwa in Bezug auf seine Entstehung und manche Geländeformen. Die jüngere Entwicklung des Mondes ist jedoch weitgehend geklärt. Sein astronomisches Symbol ☾ ist die abnehmende Mondsichel, wie sie (nach rechts offen) von der Nordhalbkugel der Erde aus erscheint.

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Der Hengsteysee liegt zwischen Hagen, Dortmund Herdecke in NRW und ist einer von sechs Ruhrstauseen. Er wurde Ende der 1920er Jahre fertiggestellt. Am Hengsteysee steht das Köppchenwerk mit der bekannten RWE Landmarke. Es hatte eine Leistung von 132 Megawatt und galt als Erste seiner Art. Bis 1940 war es ein potentielles Angriffsziel im „Ruhr Plan“. Der britischen Luftwaffe gelang bei einem Luftangriff ein Treffer und dabei wurde eine Wasserleitung beschädigt. Um das Köppchenwerk zu schützen wurde es unter Tarnnetzen verdeckt und in der näheren Umgebung waren zahlreiche Flak-Batterien stationiert. Mittlerweile laufen die Pumpen nur noch in dem 2. Werk, welches direkt daneben steht. Es gibt aber Pläne die das denkmalgeschützte Köppchenwerk erhalten.