Lost Places: Lost Metal

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Der verlassene Ort, den ich Euch heute vorstellen möchte, zeigt eine 70.000 Quardratmeter große Industriebrache, in der bis 2011 eine große Firma für Metallverarbeitung beheimatet war. Die Firma wurde 1938 gegründet und galt lange Zeit als Vorzeigeunternehmen in der Branche.

In der Historie sind bei der Firma einige filmreife Geschichten bekannt. Unter anderem geht es um Politik, Geheimdienste, Geldwäsche, einen angeblichen Suizid und sogar um einen Mord… Über die Metallwerke soll ein Kasache, Vermögen aus kriminellen Machenschaften gewaschen haben. Der Osteuropäer soll mit weiteren Mittätern zwei Banker gefoltert und anschließend getötet haben. Die Ermittlungen wurden im Februar 2015 eingestellt, da der Hauptverdächte tot in seiner Zelle aufgefunden worden war….

Die Firma geriet 2004 erstmals in die Insolvenz. Danach folgten für die Belegschaft unruhige Jahre. 2010 übernahm ein Unternehmersanierer aus dem arabischen Raum die Firma. Aber auch er konnte die Firma nicht retten. Bis zum heutigen Tag liegt die Brache im Dornröschenschlaf. Ein Abschluss des Insolvenzverfahrens ist nicht absehbar, zu weit verzweigt liegen die Verantwortlichkeiten und können über Europas Ländergrenzen nicht geklärt werden.

Bei meinem Besuch wirkten die Büroräume so, als wenn die komplette Belegschaft von der entgültigen Schließung überrascht worden war. Teilweise wirkten die Produktionshallen schon länger verlassen, teilweise aber relativ neu und unversehrt. Vielen Dank an Jonas, der diese coole Fotolocation entdeckt hat. Viel Spaß beim anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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