Lost Places: Zwieback

Das Produkt der Firma kennt sicherlich jeder, der als Kind mal Bauchweh hatte…. Mama kam mit einem Glas Milch und zerdrückten Zwiebäcken zum Bett und meinte: „Das beruhigt den Magen…“ So oder so ähnlich hat wohl jeder den Brandt Zwieback in Erinnerung. Was aber heute in Vergessenheit zu geraten scheint ist eine andere Geschichte: Nämlich die vom Geländes des ZWIEBACK BRANDT Werkes in Hagen. Es war das Jahr 2003, als der letzte Zwieback vom Band rollte, zumindest in der ersten Produktionsstätte, meiner Heimatstadt Hagen. 1912 von Carl Brand gegründet wurde die „Hauptproduktionsstätte“ 2002 nach Ohrdruf in Thüringen verlegt. Die Angebote zur Erweiterung des Geländes, welche die Stadt Hagen gemacht hatte, waren wohl nicht hoch genug und so wurde kurzerhand der Ortswechsel beschlossen. Dieser Umzug machte 500 Mitarbeiter arbeitslos.

Heute steht von der Ruine nur noch ein sehr kleiner Teil. Im Sommer 2022 habe ich die den noch übrig gebliebenen Teil erneut besucht und ein paar Bilder mitgebracht. Viel Spaß beim Anschauen. Der vollständige Beitrag mit allen Bildern (auch aus den Vorjahren 2015-2019) findet Ihr auf meiner Seite:

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Lost Places: Rat der Jedi

Wir erstellen gerade Inhalte für diese Seite. Um unseren eigenen hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden benötigen wir hierfür noch etwas Zeit.

Dieses alte Verwaltungebäude gehörte zu einem riesigen Komplex einer ehemaligen Stahlverarbeitung. Nach nur 5 Jahren Bauzeit und Finanzierung durch Gewinne aus der Rüstungsindustrie während des ersten Weltkriegs wurde das Gebäude im Jahre 1922 eingeweiht.  Das Gebäude präsentiert sich als monumentaler Block und umschließt im Inneren Lichhöfe. An der Kopfseite befinden sich 10 Säulen im Stile der Neorenaissance. Oberhalb prangt die Inschrift: „Es lob den Mann die Arbeit und die Tat .Der sensationelle Sitzungssaal wurde nach dem 2. Weltkrieg als Stadtrat-Sitz genutzt.
Nach Schließung des Stahlwerkes wurde das Gebäude als Versorungsamt u.a. für Schwerbehinderten Angelegenheiten genutzt.
Ich finde es erstaunlich, dass dieser besondere Saal, welcher auch bei meinem Besuch noch erhalten geblieben ist, den 2. Weltkrieg überstanden hat, jedoch von Vandalen der heutigen Zeit mit einem Feuerlöscher heimgesucht worden ist. Es bleibt zu hoffen, das dieses einzigartige Gebäude bald gesichert wird, bevor es noch weiter zerstört wird.

Das komplette Album auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places: Walzwerk

Die Speicherkarten waren leer, die Akkus voll. Es mussten ein paar Motive her. Und so bin ich mit meiner Ausrüstung an einen Ort gefahren, wo ich vor 4 Jahren schon einmal gewesen bin. Zwischenzeitlich haben die Abrissbagger ganze Arbeit geleistet und nur noch einen Bruchteil übrig gelassen. Habe dennoch einige Motive finden können. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album mit den neuen und alten Bildern findet Ihr auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places: Stahlrohr-Werk

Der Tag meines Besuches sollte der erste echte warme Tag mit ganz viel Sonnenschein im Jahr 2022 werden.  Eigentlich war ich für eine kältere Aussentemperatur gekleidet, aber das sollte kein Problem sein. Wärme ist schließlich angenehmer, wie Kälte. Hier an dieser Location gab es einiges zu entdecken, es war ein unfassbar schöner Ort, zumindest für Freunde der Lost-Places- Fotografie. Beinahe unberührt und mit noch so viel Inventar. Aber nun zum eigentlich Ort:

Wir müssen in das Jahr 1819. In diesem Jahr wurde das Werk als eines der ersten Maschinenfabriken Deutschlands erbaut. Schwerpunkt war die Herstellung von Dampf.- und Fördermaschinen sowie Pumpen für den Bergbau.  Um 1850 wurde das Werk um eine Eisengießerei erweitert, hier wurden Schwungräder und Seilscheiben gegossen. Eine der ersten Dampfmaschinen, die in diesem Werk gebaut wurden, lief noch noch Jahre und störungsfrei als Walzenzugmaschine.
Ab 1917 wurde die Produktion vollständig auf die Herstellung von nahtlosen Rohren aus Stahl umgestellt, was dort auch bis zuletzt prodziert worden ist. Nach einigen Übernahmen wurde das Werk Mitte 2020 geschlossen.
Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Mich hat diese kleine Lokomotive besonders beeindruckt.

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Lost Places: Metallwerke Basse und Selve

Der erste Beitrag im Jahr 2022 zeigt ein ruinöses Metallwerk an einem Fluss im märkischen Kreis. Die Ursprünge gehen bis in das Jahr 1861 zurück. Gegründet wurde die freie Handelsgesellschaft von den Geschäftspartnern Basse und Selve. Produziert wurde unter Aluminiumguss, welches weiterentwickelt und in der Automobil, Motorboot- und Luftschifffahrt verwendet wurde. Später kamen noch Patronenhülsen und Münzplättchen hinzu u.a. die 1 Mark Münze. Seit über 30 Jahren wird auf dem Gelände nichts mehr produziert und das Gelände verfällt immer mehr. Es macht aber sehr viel Spaß dort zu fotografieren und ich muss zugeben, das ich hier schön öfters gewesen bin. Jedesmal finde ich ein neues Motiv. Wie auch im Janauar 2022. Dieses mal war der gesamte Verwaltungsbereich zugänglich. Es fanden sich Lieferscheine und Auftragsbestätigungen aus den frühen 60er Jahren. Ich liebe genau diesen morbiden Charme.

Das komplette Album mit allen Bildern seit 2016 findet Ihr wie immer auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Besonders Highlight für Euch: Ich habe ein kleines Video gemacht. Viel Spaß beim Anschauen.

Lost Places: Übungsbergwerk

Die bilder dieses Ortes zeigen einen Teil eines alten Übungsbergwerks im Ruhrgebiet. Hier wurden einst viele Bergmänner für die schwere Arbeit unter Tage ausgebildet. Seit ein paar Jahren werden keine Bergleute mehr ausgebildet und der Ort verfällt. Auf dem Gelände befinden sich auch noch weitere Interessante Gebäude, die es noch weiter zu erkunden gilt. Bei meinem Besuch war es leider nicht möglich. Aber vielleicht habe ich irgendwann mal wieder eine Gelegenheit. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places: Ferienheim F.H. im Harz

Das verlassene Ferienheim F.H. Im südlichen Harz habe ich  im Spätsommer 2021 besucht. Das Erholungsheim war der erste Neubau in der Geschichte des Tourismus in der DDR. Es entstand in den frühen 50er Jahren. Die Gestaltung lehnte sich dabei an die des olympischen Dorfes in Berlin von 1936. Der Eingangsbereich ragt halbrund geschwungen aus der Flucht des Gebäudes. Im Jahr 1959 wurde das Ferienheim auf einer DDR Briefmarke abgebildet. Vom damligen Glanz ist nur noch ein nackter Betonbau übriggeblieben der auf die komplette Übernahme der Natur wartet. Wunderschön war der Ausblick aus der obersten Etage. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album und noch viel mehr auf meiner Homepage: www.smartphoto78.de

Lost Places: Kraftwerks-Siedlung

Diese Bilderreihe zeigt die Überreste eines Steinkohlekraftwerkes und die dazugehörige Siedlung im Ruhrgebiet. Das Kraftwerk wurde von 1938 bis 1941 zur Versorgung eines in der Nähe liegenden Aluminiumwerkes erreichtet. Ende der 1960er Jahre wurde der 250 Meter hohe Kamin fertiggestellt und war zu diesem Zeitpunkt der höchste Schornstein Europas. Die Abrissarbeiten begannen im Sommer 2020 und dauern auch heute noch an. Auf das Kraftswerksgelände konnte ich leider nicht, so konnte ich nur Aufnahmen vom Zaun machen. Aber dafür war es möglich die dazugehörige Siedlung besuchen.  So verlassenene „Geisterstädte“ sind immer etwas ganz besonderes.Wenn die Wände der Häuser doch nur erzählen könnnten. Sie würden uns bestimmt noch weitere spannede Geschichten erzählen.

Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places: Jugendstil-Villa

Dieses wunderschöne Gebäude entdecken wir eher zufällig. Völlig zugewuchert inmitten eines verwilderten Gartens steht sie da. Über das Alter kann nur spekuliert werden, so ist doch nirgends eine Jahreszahl zu finden. Zuletzt wurde sie als Pension für Urlauber des Harzes genutzt. Auch über die Gründe der Schließung kann nur spekuliert werden. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places: Rundkohlenmischhalle

Dieser verlassene Ort zeigt ein letztes Überbleibsel einer riesigen Zechenanlage im Ruhrgebiet. In der Rundkohlenmischhalle wurden die zutage getragenden Kohlesorten (Flammkohle, Gasblammkohle, Gaskohle und Fettkohle) vermischt. Man wollte damit eine immer gleiche Qualität erzielen. Selten bei dieser Anlage war der Runde Bau. Beindruckend war die Größe. Ein paar Bilder habe ich mitgebracht. Viel Spaß beim Anschauen.

Das komplette Album findet Ihr wie immer auf meiner Homepage: http://www.smartphoto78.de

Lost Places: Abhörstation Teufelsberg

Der Teufelsberg ist ein Trümmerberg im Westen Berlins. Auf der zweithöchsten Erhebung der Stadt stehen die markanten Relikte des kalten Krieges. Eine Flugüberwachung und Abhörstation der US-amerekanischen Streitkräfte. Bis 1999 wurde die Station noch als Flugsicherungsradar-Station genutzt. Seitdem stehen die Gebäude mehr oder weniger leer. Für ein kleines Eintrittsgeld von 7 Euro darf man diese Location ganz offiziell besuchen. Und die Aussicht über die Hauptstadt ist grandios. Das komplette Album mit ganz viel Graffitis findet Ihr auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places: Das alte Herrenhaus

Lieber Leser meines Blogs, in letzter Zeit war nicht sehr viel los hier auf dem Block. War viel unterwegs und habe ordentlich Fotos geschossen. Aus einer dieser Reisen stammt auch das heutige Album: Das alte Herrenhaus entstand aus einer Wasserburg, die einst der Stammsitz einer Ritterschaft gewesen ist. Erstmals erwähnt wurde der Sitz 1267. In der Mittelalterzeit gehörte die Ortschaft zur Hanse und hier blühte der Handel. In der Blütezeit gehörte das Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert zu einem mächtigen Gutshof. Vom Glanz vergangner Zeiten ist schon lange nichts mehr zu sehen. Der Verfall und der unaufhörliche Kampf gegen den Einmasch der Natur setzen dem Haus arg zu. Bei meinem Besuch gab es ein offenes Fenster und es war sogar noch etwas der einstigen Einrichtung vorhanden. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder.

Das komplette Album befindet sich auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places: Villa Efeu

Die Villa Efeu

die Reise führte uns an einem relativ warmen Tag im Februar in eine seit 2017 verlassenen Villa. Dieses kleine Anwesen befindet sich in einer unscheinbaren Sackgasse. Der ehemalige Eigentümer und seine Vorfahren waren einmal Teil einer industriellen Familie. Unzählige Dokumente lagen achtlos in einem Raum. Darunter ein alter Hypotheken Schein aus den 1820er Jahren. Im Haus selbst war nicht mehr viel Inventar vorhanden. Mein fotografisches Highlight war eine Holzwiege auf dem Dachboden.

Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places: Die kleine Klinik am Rande der Stadt

Mein Besuch dieses Ortes war im Sommer 2020. Corona hatte eine kleine Pause und so machten wir uns auf, eine kleine Urbex-Tour gemeinsam zu erleben.. Die kleine Klinik am Rande der Stadt ist noch gar nicht so lange ein verlassener Ort. Vor gerade mal 3 Jahren wurde die Pforte verschlossen.

Die offizielle Eröffnung dieses Krankenhauses war im April 1906, obwohl die Behandlung der Kranken schon im Januar begonnen hatte. Rund 150 Betten wurden betrieben. Die Stadt hatte seinerzeit sehr viele Meningitis Fälle zu beklagen und benötigte Behandlungsmöglichkeiten. Im Jahr 2009 hatte die Kinik 4 Fachabteilungen mit insgesamt 262 Betten. Im Jahr 2013 waren nur noch 125 Betten übrig und es übernahm ein privater Klinikträger die Leitung der Einrichtung. Im Rahmen der Sanierung wurde die Klinik geschlossen und die beheimateten Fachabteilungen wurden an umliegende Einrichtungen übergeben.

Bei meinem Besuch habe ich ein paar Bilder mitgebracht. Insgesamt war dieser Ort jedoch schon sehr zerstört und von der eigentlichen Einrichtung war nicht mehr viel übrig. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder

Das komplette Album findet Ihr wie immer auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places: Hof mit Zollturm

Der Hof mit Zollturm

Bei einer meiner Radtouren im Spätsommer bin ich zufällig auf diesen verlassenen Hof gestoßen. Ein paar Wochen später habe diesen verwunschenen Ort dann mit meiner Kamera besucht und war sehr überrascht. Kaum Vandalismus und fast nur natürlicher Verfall. Ein echter Lost Place.

Im Nachgang habe ich dann herausgefunden, das dieser Ort eine fast 700 jähige Geschichte hat. Auf dem Gelände befindet sich ein alter dreigeschossiger Zollturm aus Bruchstein. Die ersten Aufzeichnungen gehen in das Jahr 1397 zurück. Leider waren die oberen Etagen nicht mehr begehbar. Dafür aber das Haupthaus. Hier steht auf einem Kaminsturz das Jahr 1709. Teilweise war in dem Gebäude sogar noch Einrichtung vorhanden und das, obwohl das Haus schon seit 25 Jahren in einem Dornröschenschlaf schlummert. Ein Gebäude konnte ich leider nicht betreten. Hier waren die Eingänge mit Brettern verschlossen, aber ich konnte einen Blick durch ein Fenster werfen und konnte ein Boot entdecken.

Für mich war es ein Highlight im Jahr 2020.

Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places: Badeanstalt

Der heutige Beitrag zeigt einen verlassenen Ort, der eigentlich gar nicht richtig verlassen ist. Jedoch gibt es hier immer noch diesen morbiden Charme, der mir bei der Fotografie von verlassenen Orten so wahnsinnig gefällt. Was beeindruckend war, obwohl das Stadtbad gut 18 Jahre sich selbst überlassen war, findet man fast überhaupt keinen Vandalismus. Meinen Besuch habe ich bei den FREISCHWIMMERN e.v. ganz offiziel gebucht und habe sehr viele Motive gefunden und einige Bilder mitgebracht.

Vor über 130 Jahren war ein eigenes Badezimmer in der Wohnung längst keine Selbstverständlichkeit, dieses war vor allem der Oberschicht vorbehalten. Wie es zu dem ersten Stadtbad für den einfachen Bürger im damaligen Preußischen Reich kam, ist eine ganz eigene Geschichte. Die Stadt Krefeld wollte seinerzeit das Landgericht in die Stadt holen, dies wurde jedoch vom preußischen Justizministerium mit der Begründung abgelehnt, dass die Krefelder nicht einmal eine Badeanstalt besäßen, in der sie wenigstens einmal pro Woche richtig waschen könnten, wie sollte man schmutzig über Recht und Ordnung entscheiden? Und so entschied man sich, mehr oder minder auch aus Trotz gegenüber der Obrigkeit, eine prächtige Badeanstalt zu errichten. Die Stadträte empfahlen den Bau einer Anlage, bei der man nicht sparen dürfte. Urspünglich sollten die Baukosten 200.000 Mark betragen. Am Ende verfünffachten sich die Baukosten fast.

Die Ausstattung war erstklassig: es gab ein getrenntes Schwimmbad für Herren und eines für Damen sowie Dusch- und Wannenbäder in drei verschiedenen Klassen bis hin zum so genannten „Kaiserbad“, einem luxuriösen Salonbad. Das ebenso luxuriöse irisch-römische Bad mit Dampfbad und Sauna war aufgrund seines Eintrittspreises nur der wohlhabenden Oberschicht vorbehalten. Hier konnte man schwitzen und sich von einem Masseur behandeln lassen. Eine medizinische Bäderabteilung mit Wannenbädern war auch vorhanden. Bei der Eröffnung hielt man das Krefelder Stadtbad für die schönste, prächtigste und luxuriöseste Badeanstalt im Deutschen Reich. Alle Fliesen kamen aus derselben Fabrik, die über zwei Jahre benötigte, um das Material zu produzieren. Die Fliesen und die daraus hergestellten aufwändigen Mosaiken gehörten zu den teuersten, die man seinerzeit kaufen konnte. Sämtliches Material wurde fugenlos verlegt, die wenigsten der heutigen Fliesenleger beherrschen noch diese Technik. Für jede Umkleidekabine wurde ein Kristallspielgel mit Eichenrahmen angeschafft. Die Möbel in der ersten Klasse waren aus Eichenholz, die der zweiten Klasse waren aus Kiefernholz. Auf den Fußböden hatte man Kokosmatten ausgelegt um die Rutschgefahr zu mindern. Zur Eröffnung 1890 schwärmte die Crefelder – damals noch mit C – Zeitung: „Die ganze Ausstattung ist bis in die kleinste Einzelheit so schön, prächtig und gediegen und so zweckmäßig, dass man nach der Besichtigung über die Höhe der Kosten des Stadtbades durchaus nicht mehr in Erstaunen gerät.“

1897 wurde die Brausenabteilung eröffnet. Das Duschen für 10 oder 25 Pfennig wurde ausgiebig genutzt.

Quelle: Wikipedia

Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Lost Places- Silo

In direkter Nachbarschaft zum Hafenbecken liegt dieser historische verlassene Ort. Der U-förmige Bau bestehend aus dem ehemaligen Mühlengebäude der Rogen- und Gerstenmühle und einem turmartigen Speichergebäude aus den Jahren 1911-1916. Das Gelände stand immer noch auf meiner Liste der Orte, welche ich bisher nur teilweise erkunden konnte. Doch an diesem Tag im August waren sämtliche Türen geöffnet und mir boten sich wieder zahlreiche neue Motive. Beeindruckend waren die Mühlen und vor allem die Treppenhäuser mit einer Ein-Personen-Paternoster. Etwas derartiges habe ich zuvor noch nicht gesehen. Für mich als Mensch mit Höhenangst war die Erkundung der oberen Etagen eine echte Herausforderung. Zuerst Steintreppen, dann folgten Holztreppen, zwischendurch Stahltreppen und zu guter Letzt ging es über eine wackelige Holzkonstruktion in das Turmzimmer. Aber belohnt wurde ich mit einem unglaublich tollen Ausblick. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder.

Das komplette Album wie immer auf meiner Seite: http://www.smartphotos-verfallene-orte.de/Industrie-und-Arbeit/Verfallene-Industrieanlagen/Getreidesilo/index.php/

Das Dachgeschoss
Lüfter
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Lost Places – Silo

Lost Places: Die klosterhafte Suchtklinik

Den verlassenen Ort, den ich Euch heute vorstellen möchte, zeigt ein ehemaliges Kloster der Missionare vom Heiligen Herzen Jesu. Das Gebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut. In den ersten Jahrzehnten wurden studierende Philosophen und Theologen aufgenommen. In der Zeit vor und nach dem zweiten Weltkrieg diente das Hauptgebäude als Lazarett und Heil- und Pflegestätte für lungenkranke Soldaten. Erst in den Jahren danach wurde die Lehrtätigkeit wieder aufgenommen. Bekanntester Dozent dürfte wohl Josef Ratzinger – „UNSER PAPST“ – gewesen sein. Mitte der 70iger Jahre verlegte der Orden seinen Sitz in ein anderes Gebäude. Das ehemalige Kloster wurde Heim für schwererziehbare Kinder. Viel später diente das rote Backsteingebäude einer Klinik für Suchtkranke. Der Betrieb wurde 2009 eingestellt. Etwas später wurden Flüchtlinge in dem Gebäude untergebracht.

Für mich war es der zweite Besuch, denn ich war 2018 schon einmal vor Ort. Seither hat sich der Schimmel im Gemäuer ausgebreitet. Ich habe ein paar Fotos mitgebracht und im Nachgang etwas mit Lightroom gespielt. Viel Spaß beim Anschauen.

Das komplette Album findet Ihr auf meiner Homepage: http://www.smartphoto78.de

Lost Places: Stahlhütte

1817 wurde das Montanunternehmen von einem Brüderpaar gegründet und sollte eines der größten Stahlkonzerne werden. Ausgehend von den beträchtlichen Steinkohlevorkommen, deren Lager sich in Ost-West-Richtung beinahe durch ganz Belgien erstreckte, bauten die Brüder gemeinsam die größte Eisengießerei und Maschinenfabrik Europas auf, die den Grundstein für die Entwicklung eines weitverzweigten Unternehmens bildete.
Zwischen den Jahren 1998/1999 wurde die Produktion eingestellt.
Für mich war es der zweite Besuch und trotzdem gab es neue Motive zu entdecken. U.a. haben wir ein Pumpwerk entdeckt, welches von der Größe auch eine Veranstaltungshalle hätte sein können. Absoluter wahnsinn, so riesig wie der gesamte Komplex ist. Für mich war es sicherlich nicht der letzte Buch. Der komplette Beitrag befindet sich auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

Übrigens möchte ich an dieser Stelle auf einen tollen Blogger-Kollegen aufmerksam machen: Mannis-Fotosbude– auch er besucht hin und wieder verlassene Orte.

Viel Spaß

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Schlacketransportbahn

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Pumpwerk

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Hochofen

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Handyschnappschuss vom Ofen

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Schaltzentrale

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Wasserpumepen

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Feuerlöscher

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Kohlewaggon

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Stahlwerk

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Stahlwerk

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Schlackewaggon, oder Elefant?

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Turbinenhalle

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Brandschaden? Schaltzentrale

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Am Hochofen

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Kette

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Lost Places: Stahlflaschen-Fabrik

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Dieser verlassene Ort wurde vor gut 7 Jahren sich selbst überlassen und bot mir eine sehr spannende Reise. Erst ein paar Tage später nach meinem Besuch habe ich mehr zur Geschichte der Location erfahren.

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Der Gründer Julius K. begann im Zeitalter der Industrialisierung ziemlich genau im Jahre 1897 mit dem Bau eines Walzwerkes. Nach nur einem Bauzeit umfasste der Betrieb ein Bandstahlwerk, ein Drahtwalzwerk, ein Kaltwalzwerk und ein Röhrenwalzwerk. Im Jahre 1911 startete die Fertigstellung von nahtlosen Stahlflaschen. Damals ahnte man nicht, dass diese Produktion fast 100 Jahre anhalten sollte. Man erreichte auf diesem Gebiet sogar globale Anerkennung und exportierte in sämtliche Richtungen des Weltmarkes. Wie in den Anfängen des neuen Jahrtausends die Zahlen nicht mehr ganz so schwarz waren, wurde eine iranische Investorengruppe auf den Betrieb aufmerksam und kaufte den Betrieb. Investiert wurde allerdings nichts. Die iranischen Geschäftsleute hatten andere Intressen als Gewinne zu erzielen.

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Die Anlage produzierte u.a. Hochdruck-Gastanks aus Kohlefasern. Die Festigkeit und Wärmebeständigkeit von Kohlefasern macht das Material auch wichtig für Hochleistungszentrifugen und diese zylindrischen Maschinen drehen sich mit Überschallgeschwindigkeit, um Uran anzureichern, der als Brennstoff für zivile Kernkraftwerke und bei höheren Konzentrationen an spaltbarem Material, für Atomwaffen verwendet werden kann. UN-Inspektoren und Geheimdiestler sind der Meinung, dass der Iran versucht hat, eine große Anzahl dieser Hochleistungszentrifugen, bekannt als IR-2Ms, zu bauen.

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Die neuen Besitzer des Werkes schienen desintessiert daran gewesen zu sein, Gewinne zu erzielen. Weitere potenteielle Investoren wurden von ihnen abgewiesen. Eine große Anzahl an Maschinen, präzise genug, um Komponenten für Zentrifugen und Raketen zu produzieren wurden in kleinste Einzelteile abgebaut um sie parallel neben dem erworbenen Know-How in einem Werk im Land wieder aufzubauen.

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Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass die neuen Manager nicht nur gewöhnliche Geschäftsleute waren. Einige von ihnen waren eindeutig mit dem iranischen Regime verbunden oder hatten Verbindungen zum iranischen Ministerium für Geheimdienst oder den Revolutionsgarden. Ob die High-Tech-Ausrüstung und das Material nun dazu dienen Irans Atomprogramm zu unterstötzen bleiben ungeklärt. Eine sehr empfindlcihe Hochleistungsmaschine zur Herstellung von Präzitionsteilen kann sowohl einfache Gasflaschen oder Komponenten für Langstreckenraketen und auch Raketen und Zentrifugen produzieren. Für diese Maschine wurde jedoch keine Exporterlaubnis erteilt. Ob es sich um die Maschine auf meinen Bildern handelt, kann ich nicht genau sagen. Bin kein Experte.

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Mit der Frühschicht am 31.03.2013 wurden die letzten Gasflaschen produziert. Seither ist der Betrieb sich selbst überlassen worden. Riesige leere Hallen fanden wir bei unserem Besuch, unzählige Dokumente der Produktion waren zu finden. In der Personalabteilung konnte man noch die Lohnbescheinigungen sämtlicher Mitarbeiter einsehen. In den Kellerräumen fanden sich neben einer alten Telefonzentrale noch unzählige Produktionspläne und sogar alte Adler-Schreibmaschinen und Buchhaltungsrechenmaschinen aus der ersten Hälfte des vergangen Jahrhunderts. In den eigentlichen Produktionshallen waren einige Spuren von Vandalismus zu finden, jedoch auf viele Produktionsteile, die wahrscheinlich nach einer kurzen Wartung wieder in Betrieb genommen werden können.

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Dieser Ausflug war ein äußerst spannender und fotografisch sehr ansprechend. Tut mir sehr Leid, dass es so viel Text geworden ist. Aber ich fand die Geschichte zu dramtisch um sie nicht zu erzählen. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder.  Es waren wirklich wahnsinnig viele Motive. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

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Lost Places: Re-Visit Zwieback Werk

Melde mich endlich nach einer kleinen Auszeit in der Blogger-Welt zurück. Bin zwar viel unterwegs, schaffe es aber nicht zeitig die Beiträge zu veröffentlichen. Wer mag, kann mir aber gerne bei Instagram folgen um mir bei aktuellen Abenteuern zu folgen. Smartphoto78.

Aber nun zum neuen Beitrag.

Am noch übrig gebliebenen Teil eines sehr bekannten verlassenen Ortes in meiner Heimatstadt Hagen, waren die meisten Fester verbrettert worden. Die alte Zwieback-Fabrik. Es war in weiten Teilen stockdunkel. Hier hatte ich dann die Möglichkeit mit meiner Taschenlampe ein paar Langzeitbelichtungen zu machen. Seht selbst. Viel Spaß. Zu dem ursprünglichen Beitrag und den aktuellen Bildern —- smartphotos-verfallene-orte.de

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Lost Places: Eisenwerk

Vor über 100 Jahren im Jahre 1910 wurde von einem Ingenier und einem Kaufmann eine Gießerei gegründet. Sie erkannten seinerzeit die Marktlücke und der Wille, etwas Neues zu schaffen und trotz widriger Umstände durchzuhalten. Das Werk überstand zwei Weltkriege und mehrere Wirtschaftskrisen. Im Laufe der Jahre spezialisierte man sich auf Stahl- und Edelstahlformguss und hatte sich zuletzt nicht mehr mit Massenprodukten, sondern mit individuell gegossenen Stücken am Markt etabliert. So wurden Teile für Kraftwerke, in der Petro-Chemie, in Schiffen oder in der Erdölförderung gebaut. Seit den später 2010er Jahren gibt es auf dem weltweiten Gießerei-Markt Überkapazitäten, besonders aus Fernost und den Ex-Sowjet-Republiken werden zu Dumpingpreisen hoch komplexe Bauteile angeboten und unser Tradionsbetrieb hat das nachsehen. Insolvenz wurde im Jahr 2016 angemeldet. Im Oktober 2018 wurde der Betrieb eingestellt und das Inventar an meistbietende verkauft.

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Bei meinem Besuch lief sogar noch der Strom und man hatte das Gefühl das jeden Moment mit der Produktion begonnen wird. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer auf meiner Seite: www.smartphotos-verfallene-orte.de:

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Lost Places: Dorfkrankenhaus

Hier gab es schon etwas länger keine Beiträge mehr. Leider hatte ich im privaten Umfeld mit einigen Hürden zu kämpfen. Aber ich habe es auch geschafft einige Verlassene Orte zu besuchen und habe Futter für diesen Blog gesammelt. Ich wünsche all meinen Blog-Besuchern einen guten Start in das neue Jahrzehnt und vor allem Gesundheit. Denn das ist und bleibt das wichtigste Gut was wir alle haben.

Viel Spaß beim Anschauen:

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Diese Bilderserie zeigt ein verlassenenes Krankenhaus irgendwo in unserem Land. Das Gebäude wurde Mitte der 1960er Jahre gebaut. Während der 60er Jahre schenkte man dem Umweltgedanken wenig Beachtung und so wurde Baumatrial verwendet, welche heute als Gefahrgut gilt.. Asbest, polychlorierte Biphenyle, künstliche Mineralfasern, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe – die Liste der Schadstoffe liest sich wie ein Auszug aus dem Wörterbuch der Chemie.  Geschlossen wurde das Krankenhaus im Jahre 2010 und seither warten die Schadstoffe auf eine sachgerechte Entsorgung. Neben Rötgengeräten war nicht mehr viel der Einrichtung vorhanden. Ein paar Bilde habe ich mitgebracht. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Der komplette Beitrag wie immer auf meiner Seite:www.smartphotos-verfallene-orte.de

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Lost Places: Seifenfabrik

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Der heutige Beitrag zeigt die Überreste einer ehemaligen Seifenfabrik. Die Firmengründung geht in das Jahr 1869 zurück. Anfangs wurde nur Schmierseife hergestellt. Im Jahr der Jahrhundertwende wurden die drei größen Siederkessel Deutschlands betrieben und weitere Waren hergestellt. Das Werk verfügte sogar über einen Eisenbahnanschluss und erlaubte das Beladen von 12 Güterwagen gleichzeitig. Innerhalb weniger Jahre wuchs das Firmengelände auf eine Größe von 10.000 m2 und beschäftige rund 350 Mitarbeiter.

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100 Jahre nach der Firmengründung erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 86 Millionen Mark und hatte sich Mittlerweile verdoppelt. Nur ein Jahr später kam es zu einem Großbrand – das ist auch heute noch zu erkennen. Danach folgten mehrere Übernahmen durch Investoren und der eigentliche Firmensitz verlagerte seine Produktion auf andere Standorte. Das Werksgelände wurde bis auf ein Forschungslabor aufgegeben und verfällt seit gut 10 Jahren. Die Stadt plant einen Abriss der Hallen.

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Was mir bei meinem Besuch ungewöhnlich vorkam: Es lag nach all den Jahren noch immer ein blumiger Seifengeruch in der Luft. Leider waren keine Maschinen mehr auf dem Gelände. Aber ich finde, das dieser Ort dennoch sehr fotogen ist. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album findet Ihr wie immer auf meiner Seite:

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Lost Places: Urologen Villa Anna L

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Jetzt war es endlich soweit. Der Besuch der Urologen Villa: Anna L. Die Adresse zu einem der bekanntesten verlassenen Orte Deutschlands hatte ich schon länger als Punkt auf der Landkarte markiert. Jetzt im Oktober 2019 war es soweit. Die herbstliche regnerische Stimmung sollte passen. Wahrscheinlich einige Jahre zu spät, aber dennoch wird mir diese Villa noch länger im Gedächtnis bleiben. In der Villa steckt nach 30 Jahren Leerstand und offenen Türen in alle Richtungen noch immer so viel persönliches und Privates. Teilweise total zerwühlt, teilweise wirkte es wie im Dornröschenschlaf liegend. Die Luft im Inneren war modrig und der Anblick der sich wellenden Tapeten mit Schimmel in den Ecken, gaben nochmal eine besondere Stimmung.

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In der Szene der Urbex-Welt ist die Location als Urologen-Villa: Anna L bekannt. Eigentlich hat hier nie eine Anna L. gewohnt oder praktiziert. Die Dame des Hauses hieß ganz schlicht Hildegard und feierte noch im Jahr 2010 ihren 104. Geburtstag. Hildegard lernte ihren späteren Ehemann Klaus kennen, nachdem dieser nach einer Hausdame und einer Sprechstundenhilfe für seine Praxis suchte. Es dauerte nur wenige Monate, bis aus Hildegard die Dame des Hauses wurde und den Doktor Karl heiratete. Die Angaben, wie viele Kinder die beiden nun hatten sind widersprüchlich. Der Doktor selbst muss im Jahr 1988 verstorben sein. Anschließend verpachtete Hildegard die Praxis an andere Ärzte und nutze den Wohnbereich in den den oberen Etagen für sich selbst. Mit den Jahren wurde Hildegard immer gebrechlicher und musste (wann, kann nicht genau bestimmt werden) in ein Pflegeheim umziehen. Fast zeitgleich wurden auch die Praxisräume aufgegeben. In den Jahren danach fiel die Villa in ein Dornröschenschlaf. Warum und wieso die Nachfahren das Gebäude verfallen lassen, bleibt unklar.

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Bei meinem Besuch waren leider deutliche Spuren von Verfall und Vandalismus zu spüren. Ein paar Bilder und sogar ein Video habe ich mitgebracht und hoffe es gefällt Euch.

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Und hier noch ein paar bewegte Bilder: