Lost Places: Erholungsheim H.D.

Das Erholungsheim wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Harz erbaut. In unmittelbarer Nähe zum höchsten Berg, dem Brocken. Das waren meine ganzen Informationen die ich im Vorfeld zu dieser Location hatte. Ich besuchte das Haus an einem der wärmeren Tage im Jahr. Draußen schon T-shirt Wetter. Im Gebäude selbst war es sehr feucht und kühl. Insgesamt ein typischer Lost-Places Geruch, den ich schon in so vielen verlassenen Gebäuden vernommen habe. Von außen war schon zu erahnen wie schlecht es um das Gebäude steht. Wahrscheinlich würde man mit einem Abrissbagger einen halben Tag Arbeit haben um es Platt zu machen. Meine Neugier war stärker und so tastete ich mich Schritt für Schritt vor.

Im 1. Weltkrieg diente das Gebäude als Lazarett, wie so viele andere Einrichtungen zu der Zeit auch. Ein paar Jahre später wurde das Haus zum Kurhotel umgebaut. Nach ein paar Betriebsjahren bekam das Haus diverse Anbauten, wie z.B. ein Speisesaal – der heute noch in Teilen erhalten ist. Nach 1945 wurde das Haus ein Erholungsheim und eine der Top-Adressen in Ostdeutschland.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Heim geschlossen und verfällt seitdem. Ein paar Bilder habe ich mitgebracht. Jedoch war eine komplette Erkundung nicht möglich, da das Gebäude übelst einsturzgefährdet ist und ich an meinem Leben hänge… Viel Spaß. Das komplette Album findet Ihr wie immer auf meiner Seite:

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Lost Places: Stahlwerk „Heavy Metal“ 1. Teil

Der verlassene Ort, den ich heute vorstellen möchte, zeigt ein echtes Lost Places Highlight. Wer meinen Blog verfolgt, weiß dass ich schon viele aussergewöhnliche Orte besuchen konnte. Aber diese Location war eine ganz andere Nummer. Ich habe noch nie zuvor einen so riesigen verlassenen Ort besucht. Bei meinen Recherchen auf Google.Earth konnte man erahnen das dieser Besuch sicherlich etwas Zeit in Anspruch nehmen würde. Denn dieses Gelände umfasst eine Fläche von über 50 Hektar. Es war also zu erwarten, dass ich hier tatsächlich einen ganzen Tag verbringen würde. Jetzt beim Betrachten der Bilder ist gar nicht zu erkennen wie gigantisch dieser Ort in Wirklichkeit ist. OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die Metallindustrie geht in der Wallonie Dank des Vorkommens von Steinkohle und Eisen bis in das Spätmittelalter zurück. Berühmtheit wurde für das Schmieden von Schwertern, Harnischen und anderen Waffen über die Grenzen hinaus erlangt.
Das gigantische Stahlwerk meiner Bilderserie findet seine Anfänge zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Zwei Brüder aus unserem Nachbarland Belgien haben den Grundstein für die größte Eisengießerei und Maschinenfabrik Europas gelegt. Über die Jahre wurden Hochöfen, Stahl- und Walzwerk und eine Kesselschmiede betrieben. Das Stahlwerk hatte einen großen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung Belgiens und belegte seinerzeit den zweiten Platz hinter England. Das Werk produzierte auch die ersten Eisenbahnschienen und die dazugehörige Dampflokomotive „Le Belge“ anhand von britischen Blaupausen. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Ende 1. Teil.

Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite (und ich habe noch ein paar kleinere Alben veröffentlicht):

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Lost Places: Zementwerk

Dieser Ort zeigt eins von vielen verlassenen Zementwerken in Westfalen. Die natürlichen Voraussetzungen des Gebiets, das geologisch zur Kreidetafel des münsterischen Beckens gehört, boten einst die besten Bedingungen für die Kalk- und Zementindustrie. Um 1850 breitete sich die Zementindustrie in dieser Region nicht zuletzt durch die neuen Eisenbahnlinen mit großer Dynamik aus. Die Nachfrage nach diesem Baustoff war riesig. Das Werk welches ich heute Vorstellen möchte stammt aus einer Hoch-Zeit der Zementindustrie, gebaut wurde es um 1913. Die Anlage hatte drei Nassdrehöfen mit 50 m Länge und 3 m Durchmesser. In dieser Anlage wurde das Rohmaterial mit Wasser zu Dickschlamm vermahlen, bevor es in den Ofen kam. Aus dem Geschäftsbüchern kann man entnehmen das 1914 ca. 200 000 t Material produziert worden ist. Das Werk erlebte seine Blütezeit. Zur Stilllegung kam es 1986, nachdem die Gewinne nicht mehr erzielt werden konnten. Bei meinem Besuch boten sich zahlreiche Fotomotive. Viel Spaß beim anschauen.

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Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite:

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Lost Places: Das Wasserschloß

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Diese kleine Wasserburg war ursprünglich ein mittelalterlicher Rittersitz welcher um 1368 erstmals erwähnt worden ist. Der Wassergraben um das kleine Gelände ist leer und Innenansichten waren mir nicht möglich, da der Bau sich inzwischen im Wideraufbau befindet und verschlossen war. Besonders schön war der alte Magnolienbaum vor der südlichen Seite. Die nördliche Seite könnte optisch auch zu einem anderen Gebäude gehören. Zu dem Gelände gehören noch ein paar Stallungen, die aber auch allesamt verschlossen waren. Viel Spaß beim anschauen der Bilder. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite: >>KLICK ZUM ALBUM<<

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Lost Places: Das alte Freibad

Seit über 18 Jahren schwimmt hier kein Mensch mehr. Die Natur hat sich das ehemalige Freibad zurück erobert. Die ehemaligen Liegewiesen haben sich in ein dicht bewachsenen Urwald verwandelt. Unzählige Insenkten und Pflanzen haben den Ort in ein Biotop verwandelt. Bei meinem Besuch waren es knapp 30° C und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit haben dazu beigetragen, das ich hier sicher gerne reingesprungen wäre. Allerdings habe ich dann doch davon abgesehen. Das Freibad ist für heutige Verhältnisse sehr einfach. Keine großen Ringrutschen, kein Whirlpool. Nur ein Sprungturm. In genau so einem Bad habe ich damals Schimmen gelernt. Ich bin immer wieder fasziniert, wie es die Natur es schafft sich einen Ort zurück zu holen, sobald sich der Mensch zurück gezogen hat. Das komplette Album wie immer bei Flickr. Viel Spaß beim anschauen der Bilder.

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Lost Places: Hotel Restaurant: Zum rostigen Wok

Dieses erst kürzlich verlassene Hotel mit Restaurant hat einen ganz besonderen Charme. Es liegt in einer größeren Stadt in NRW und dazu sehr zentral gelegen zwischen etlichen Villen aus der Gründerzeit. Die unzähligen Briefe die ich dort gefunden habe, ließen auf eine fehlerhafte Kalkulation schließen und mir stellt sich die Frage: Ist ein Hotelier ein schlechter Gastronom und ein Gastronom ist ein schlechter Hotelier? So ganz funktioniert das anscheinend nicht. Die außergewöhnliche Lage bietet potential und ich hoffe doch sehr das dieses Objekt nicht allzu lange LOST ist. Viel Spass beim anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places Hotel Restaurant "ZUM ROSTIGEN WOK"

Lost Places Hotel Restaurant "ZUM ROSTIGEN WOK"

Lost Places Hotel Restaurant "ZUM ROSTIGEN WOK"

Lost Places Hotel Restaurant "ZUM ROSTIGEN WOK"

Lost Places Hotel Restaurant "ZUM ROSTIGEN WOK"

Lost Places Hotel Restaurant "ZUM ROSTIGEN WOK"

Lost Places Hotel Restaurant "ZUM ROSTIGEN WOK"

 

Heute möchte ich auch endlich mal ein paar Fragen beantworten, die mir immer wieder zur Erkundung von verlassenen Orten gestellt werden. 1. Reinkommen?: „Bei meinen Erkundungen und Reisen gehe ich nur durch offene Türen. Niemals würde ich mir einen Zugang verschaffen der nicht schon offen wäre. Wenn die Tür zu ist, bleibt sie zu und ich fahre weiter. Manche Objekte besuche ich dann eben etwas später erneut. Manchmal habe ich Glück und beim zweiten Besuch gibt es einen Zugang. Manchmal habe ich auch Pech und das Objekt befindet sich in der Restauration oder wird gerade abgerissen.“ 2. Etwas mitnehmen?: „Nö! Auch wenn sich die Gelegenheit bietet. Ich hinterlasse nur Fußspuren und nehme meine Bilder mit, mehr nicht.“ 3. Objekte finden?: Das einzig Wahre ist eine gute Vernetzung mit Gleichgesinnten. Es gibt diverese Internetforen, aber auch die Suche mit google.maps bietet sich an. In der Nähe von Industriegebieten und Bahnhöfen wurde ich häufig fündig. Ganz oft liegt neben einem verlassenen Ort ein Zweiter. Beim fahren mit dem Auto oder der Bahn bin ich auch schon sehr oft über verlassene Objekte gestolpert. Also immer schön die Augen offen halten und der Rest kommt ganz von selbst.

Wünsche Euch einen schönen ersten Mai.