Lost Places: Das Walzwerk

Heute führte mich die Fototour in ein Stahlwerk. Was ich vorher nicht abschätzen konnte: Es war riesig. Konnte ja schon einige größere Orte besuchen, aber diese Location war die bisher größte. Wunderschöne Werkshallen, tolles Wetter und traumhafte Lichtverhältnisse. Außerdem konnte ich mit einem 8mm Fisch-Eye spielen. Wir waren 5 Stunden vor Ort und haben nur einen Teil erkunden können. Sicher ist, das hier ein 2. Besuch ansteht. Es wurden bis zu 250.000 Tonnen Stahl verarbeitet werden. Aufgrund von tiefroten Zahlen wurde kurz vor Weihnachen, nach 113 Jahren die Schließung des Werkes beschlossen. Rund 350 Arbeiter wurden zu Einzelgesprächen in die Personalabteilung gerufen. Viel Spass beim anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Das Walzwerk

Lost Places: Das Walzwerk

Lost Places: Das Walzwerk

Lost Places: Das Walzwerk

Lost Places: Das Walzwerk

Lost Places: Das Walzwerk

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Lost Places: Armaturenfabrik

Dieser verlassene Ort zeigt eine Armaturenfabrik aus dem Jahr 1913. Sie ist ein Relikt aus der industriellen Entwicklung einer größeren Stadt im Ruhrgebiet. Zwischen ihren Mauern wurden Geräte für Kupfer- und Kühlelemente und Blasformen für Hochöfen herstellt. Vor allem aber Spezialarmaturen für die Schwerindustrie. Die Erzeugnisse fanden nicht nur im Ruhrgebiet Abnehmer sondern auch im europäischen Ausland. In den Kriegsjahren wurden zwangsweise Metallhülsen produziert. Ende der 1980er Jahre musste die Fabrik infolge der Stahlkriese, Insolvenz anmelden. Es folgten Zwangsversteigerungen, die jedoch fehlschlugen. Erste Untersuchungen hatten ergeben, das das Erdreich unter den Hallen bis in vier Metern tiefe hoch kontaminiert und verseucht sind. Relikte aus Produktionszeiten. Ein ruhiger Lost Place und herrlich ruinöse Motive. Das komplette Album wie immer bei Flickr.DSC_1996_ShiftN

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Die Messer- und Klingenfabrik

Der verlassene Ort, den ich heute vorstellen möchte, stammt aus einer Stadt die bekannt für scharfe Klingen ist. Die gezeigte Fabrikanlage stellte auf rund 60.000 Quadratmetern einst Messerklingen für Landmaschinen her. Firmengründung war um 1827. Es wurden anfangs Stiefeleisen für Landarbeiter hergestellt. 1863 zog die Firma in den hier gezeigten Gebäudekomplex. Von nun an spezialisierte man sich auf Tafel- und Schlachtmesser. Es folgten Sägen, Häcksel- und Rübenmesser. Ein Katalog aus dem Jahr 1914 zeigte auf 1.200 Seiten knapp 30.000 Artikel. Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigte die Firma mehr als 1000 Menschen und zählte zu den größten Fabriken der Stadt. Nach wirtschaftlichen Problemen musste im Jahr 1999 sogar Insolvenz angemeldet werden. Schließlich wurde die Firma „Klein-gespart“ und zog letztlich in eine andere Stadt.
Die Hallen stehen seit 2008 leer und die Stadt plant schon etwas länger eine Altlastensanierung, denn eine Expertengruppe geht von Bleibelastungen im Erdreich aus. Sogar Blindgänger aus den Kriegsjahren werden vermutet.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Messer- und Klingenfabrik

Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

Dieser verlassene Ort zeigt eine alte Sägemühle und einen Uhrenturm. Gebaut wurde die Mühle um 1870. Leider ist heute nicht mehr viel von dem 1912 gebauten Uhrenturm und der alten Sägemühle zu sehen, dafür aber noch diverse Produktionsanlagen aus der Folgenutzung die bis ins Jahr 2001 ging. Es befand sich an dem Standort eine kleine Stanzerei. Die Hallen aus Bruchstein sind seit dem Leerstand deutlich verfallen und es war, durch den noch vorhanden Wasserlauf, sehr laut. Die heutigen Aufnahmen zeigen meine Eindrücke meines 2. Besuchs dort. Viel Spass beim anschauen. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

Und jetzt zeige ich Euch eine ganz nette Spielerei:

Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

Wie man aus einem normalen Foto ein HDR Bild zaubert. Hier habe ich mit dem Programm Photomatrix gearbeitet. Ein paar Mausklicks später:

Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

 

Lost Places: Der Knopfmacher

er Knopfmacher eröffnete im Frühjahr 1876 zunächst einen Handel mit Stoffen für Damenstiefel, Schuhhaken und Ösen. Nur neun Jahre später, im Jahr 1885 wurde der Kronenfederdruckknopf von Paul Albert Regnault erfunden, das war der Vorläufer des Ringfederdruckknopfes, welcher das Hauptprodukt des Knöpfemachers gewesen ist. Den heutigen Lost Place zeigt das Firmengelände welches der Knopfmacher 1906 erbauen ließ. Im Jahr 1951 sind nach den schweren Kriegsjahren schon wieder über 500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Firma erlangt sogar so etwas wie Weltruhm, es wurden Druckknöpfe für namenhafte Bekleidungshersteller wie Levi´s, GAB und Wrangler produziert. Im Jahr 2003 kam es zu einer hohen EU Strafe wegen Preisabsprachen. Der Betrieb konnte noch aufrecht erhalten werden bis im Jahr 2010 nach 104-jähriger Traditionsgeschichte für immer die Lichter ausgingen.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Die Fabrik für Stärkepulver

Die Geschichte der Stärkefabrik lässt sich bis ins Jahr 1864 zurückverfolgen. Zuerst wurde aus Weizenmehl Weizenstärke erzeugt. Zu den weiteren Endprodukten des Werkes gehörten Weizenstärke, Weizenstärkepuder Weizensüßkleber und Weizenquellmehl. Die hier gezeigte Fabrik war die erste ihrer Art. Im Jahr 1885 wurde auf dem Gelände bei Wasserbohrungen ein Steinkohleflöz entdeckt. Aufgrund der damaligen Wirtschaftskrise wurde das Steinkohlefeld jedoch nicht erschlossen.

Im ersten Weltkrieg konnte die Produktion nicht aufrecht erhalten werden, da keine Rohstoffe zur Verfügung standen. Die Produktionsstätte wurde im 2. Weltkrieg an einen anderen Standort verlegt und die Fabrik wurde bei einem Bombenangriff im Frühjahr des Jahres 1944 schwer getroffen. Die Produktion konnte jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgenommen werden. Bis zur Schließung im Jahr 1990 wurde weiter fleißig prodziert. Seitdem steht die Fabrik leer und verfällt – leider nicht nur natürlich.

Viel Spass beim anschauen der Bilder, das ganze Album gibts bei FlickR.

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Lost Places: abandoned powder factory

Lost Places: abandoned powder factory

Lost Places: abandoned powder factory

Lost Places: abandoned powder factory

Lost Places: abandoned powder factory

Lost Places: abandoned powder factory

Die Fotos die ich Euch heute zeige, habe ich alle mit meiner Sony a6000 und dem 12mm Samyang Ultra-Weitwinkel und der 30mm Sigma Festbrennweite gemacht. Mit dem Kit-Objektiv bin ich nicht zufrieden. Vielleicht haben ja auch welche von Euch auch Probleme mit der Vignettierung – die mich so fürchterlich nervt.