Lost Places: Schraubenfabrik

Die verfallene Schraubenfabrik und Gesenkschmiede.

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Im Jahre 1844 wurde die Schraubenfabrik von Bernhard F. und seinem Neffen Friedrich H. gegründet. Im Gründerjahr wurde in den Werkshallen die erste Dampfmaschine der Gegend betrieben. Nach nur zwei Jahren Betriebszeit wurde der Betrieb vom Bernhards Sohn Wilhelm F. weitergeführt.

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Sehr früh setzte Wilhelm auf eine betriebliche Sozialpoltik ( u.a. 1855 Einführung einer Betriebskrankenkasse, 1869 Arbeitersparkasse, 1871 Arbeiterwohnsiedlung und der Unterhalt einer gewerblichen Fortbildungsschule). Nachdem er auf Geschäftsreisen vom allem in England die industrielle Entwicklung gesehen und die großen Chancen frühindustrieller Anfänge erkannt hatte, gliederte er im Jahre 1860 eine Gesenkschmiede mit dem ersten Riemenfallhammer Deutschlands an den Betrieb an.

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Seinerzeit sicherlich eine Sensation und er wurde zu einem der bedeutendsten industriellen Unternehmer Deutschlands. Der Betrieb blieb bis Mitte der 1950er Jahre im Besitz der Nachkommen der Familie F. und über 1500 wurden in Hochzeiten beschäftigt. Warum es in den 1990er Jahren zur Schließung kam, konnte ich nicht herausfinden. Das Werksgelände selbst wurde nach seiner Schließung durch einen Kinofilm berühmt. Im legendären Film: „Manta, Manta“ wurden Teile des Schlußrennens auf dem Fabrikgelände gedreht. Seither schläft der denkmalgeschützte Bau und verfällt.

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Bei meinem Besuch waren nur noch leergeräumte Produktionshallen vorhanden, aber ein paar Motive konnte ich finden.

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Viel Spaß beim Anschauen und ich hoffe Ihr kommt alle gut durch die anstrengende Corona-Zeit. Schöne Ostertage. Wer möchte kann sich das komplette Album auf meiner Homepage anschauen: smartphoto78.de

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Lost Places: Stahlflaschen-Fabrik

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Dieser verlassene Ort wurde vor gut 7 Jahren sich selbst überlassen und bot mir eine sehr spannende Reise. Erst ein paar Tage später nach meinem Besuch habe ich mehr zur Geschichte der Location erfahren.

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Der Gründer Julius K. begann im Zeitalter der Industrialisierung ziemlich genau im Jahre 1897 mit dem Bau eines Walzwerkes. Nach nur einem Bauzeit umfasste der Betrieb ein Bandstahlwerk, ein Drahtwalzwerk, ein Kaltwalzwerk und ein Röhrenwalzwerk. Im Jahre 1911 startete die Fertigstellung von nahtlosen Stahlflaschen. Damals ahnte man nicht, dass diese Produktion fast 100 Jahre anhalten sollte. Man erreichte auf diesem Gebiet sogar globale Anerkennung und exportierte in sämtliche Richtungen des Weltmarkes. Wie in den Anfängen des neuen Jahrtausends die Zahlen nicht mehr ganz so schwarz waren, wurde eine iranische Investorengruppe auf den Betrieb aufmerksam und kaufte den Betrieb. Investiert wurde allerdings nichts. Die iranischen Geschäftsleute hatten andere Intressen als Gewinne zu erzielen.

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Die Anlage produzierte u.a. Hochdruck-Gastanks aus Kohlefasern. Die Festigkeit und Wärmebeständigkeit von Kohlefasern macht das Material auch wichtig für Hochleistungszentrifugen und diese zylindrischen Maschinen drehen sich mit Überschallgeschwindigkeit, um Uran anzureichern, der als Brennstoff für zivile Kernkraftwerke und bei höheren Konzentrationen an spaltbarem Material, für Atomwaffen verwendet werden kann. UN-Inspektoren und Geheimdiestler sind der Meinung, dass der Iran versucht hat, eine große Anzahl dieser Hochleistungszentrifugen, bekannt als IR-2Ms, zu bauen.

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Die neuen Besitzer des Werkes schienen desintessiert daran gewesen zu sein, Gewinne zu erzielen. Weitere potenteielle Investoren wurden von ihnen abgewiesen. Eine große Anzahl an Maschinen, präzise genug, um Komponenten für Zentrifugen und Raketen zu produzieren wurden in kleinste Einzelteile abgebaut um sie parallel neben dem erworbenen Know-How in einem Werk im Land wieder aufzubauen.

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Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass die neuen Manager nicht nur gewöhnliche Geschäftsleute waren. Einige von ihnen waren eindeutig mit dem iranischen Regime verbunden oder hatten Verbindungen zum iranischen Ministerium für Geheimdienst oder den Revolutionsgarden. Ob die High-Tech-Ausrüstung und das Material nun dazu dienen Irans Atomprogramm zu unterstötzen bleiben ungeklärt. Eine sehr empfindlcihe Hochleistungsmaschine zur Herstellung von Präzitionsteilen kann sowohl einfache Gasflaschen oder Komponenten für Langstreckenraketen und auch Raketen und Zentrifugen produzieren. Für diese Maschine wurde jedoch keine Exporterlaubnis erteilt. Ob es sich um die Maschine auf meinen Bildern handelt, kann ich nicht genau sagen. Bin kein Experte.

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Mit der Frühschicht am 31.03.2013 wurden die letzten Gasflaschen produziert. Seither ist der Betrieb sich selbst überlassen worden. Riesige leere Hallen fanden wir bei unserem Besuch, unzählige Dokumente der Produktion waren zu finden. In der Personalabteilung konnte man noch die Lohnbescheinigungen sämtlicher Mitarbeiter einsehen. In den Kellerräumen fanden sich neben einer alten Telefonzentrale noch unzählige Produktionspläne und sogar alte Adler-Schreibmaschinen und Buchhaltungsrechenmaschinen aus der ersten Hälfte des vergangen Jahrhunderts. In den eigentlichen Produktionshallen waren einige Spuren von Vandalismus zu finden, jedoch auf viele Produktionsteile, die wahrscheinlich nach einer kurzen Wartung wieder in Betrieb genommen werden können.

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Dieser Ausflug war ein äußerst spannender und fotografisch sehr ansprechend. Tut mir sehr Leid, dass es so viel Text geworden ist. Aber ich fand die Geschichte zu dramtisch um sie nicht zu erzählen. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder.  Es waren wirklich wahnsinnig viele Motive. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite: www.smartphoto78.de

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Lost Places: Re-Visit Zwieback Werk

Melde mich endlich nach einer kleinen Auszeit in der Blogger-Welt zurück. Bin zwar viel unterwegs, schaffe es aber nicht zeitig die Beiträge zu veröffentlichen. Wer mag, kann mir aber gerne bei Instagram folgen um mir bei aktuellen Abenteuern zu folgen. Smartphoto78.

Aber nun zum neuen Beitrag.

Am noch übrig gebliebenen Teil eines sehr bekannten verlassenen Ortes in meiner Heimatstadt Hagen, waren die meisten Fester verbrettert worden. Die alte Zwieback-Fabrik. Es war in weiten Teilen stockdunkel. Hier hatte ich dann die Möglichkeit mit meiner Taschenlampe ein paar Langzeitbelichtungen zu machen. Seht selbst. Viel Spaß. Zu dem ursprünglichen Beitrag und den aktuellen Bildern —- smartphotos-verfallene-orte.de

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Lost Places: Eisenwerk

Vor über 100 Jahren im Jahre 1910 wurde von einem Ingenier und einem Kaufmann eine Gießerei gegründet. Sie erkannten seinerzeit die Marktlücke und der Wille, etwas Neues zu schaffen und trotz widriger Umstände durchzuhalten. Das Werk überstand zwei Weltkriege und mehrere Wirtschaftskrisen. Im Laufe der Jahre spezialisierte man sich auf Stahl- und Edelstahlformguss und hatte sich zuletzt nicht mehr mit Massenprodukten, sondern mit individuell gegossenen Stücken am Markt etabliert. So wurden Teile für Kraftwerke, in der Petro-Chemie, in Schiffen oder in der Erdölförderung gebaut. Seit den später 2010er Jahren gibt es auf dem weltweiten Gießerei-Markt Überkapazitäten, besonders aus Fernost und den Ex-Sowjet-Republiken werden zu Dumpingpreisen hoch komplexe Bauteile angeboten und unser Tradionsbetrieb hat das nachsehen. Insolvenz wurde im Jahr 2016 angemeldet. Im Oktober 2018 wurde der Betrieb eingestellt und das Inventar an meistbietende verkauft.

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Bei meinem Besuch lief sogar noch der Strom und man hatte das Gefühl das jeden Moment mit der Produktion begonnen wird. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer auf meiner Seite: www.smartphotos-verfallene-orte.de:

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Lost Places: Dorfkrankenhaus

Hier gab es schon etwas länger keine Beiträge mehr. Leider hatte ich im privaten Umfeld mit einigen Hürden zu kämpfen. Aber ich habe es auch geschafft einige Verlassene Orte zu besuchen und habe Futter für diesen Blog gesammelt. Ich wünsche all meinen Blog-Besuchern einen guten Start in das neue Jahrzehnt und vor allem Gesundheit. Denn das ist und bleibt das wichtigste Gut was wir alle haben.

Viel Spaß beim Anschauen:

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Diese Bilderserie zeigt ein verlassenenes Krankenhaus irgendwo in unserem Land. Das Gebäude wurde Mitte der 1960er Jahre gebaut. Während der 60er Jahre schenkte man dem Umweltgedanken wenig Beachtung und so wurde Baumatrial verwendet, welche heute als Gefahrgut gilt.. Asbest, polychlorierte Biphenyle, künstliche Mineralfasern, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe – die Liste der Schadstoffe liest sich wie ein Auszug aus dem Wörterbuch der Chemie.  Geschlossen wurde das Krankenhaus im Jahre 2010 und seither warten die Schadstoffe auf eine sachgerechte Entsorgung. Neben Rötgengeräten war nicht mehr viel der Einrichtung vorhanden. Ein paar Bilde habe ich mitgebracht. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Der komplette Beitrag wie immer auf meiner Seite:www.smartphotos-verfallene-orte.de

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Lost Places: Das Kloster

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Dieser Ort zeigt ein ehemaliges Haupthaus eines deutschen Ritterordens mit sehr weitreichender Geschichte. Wahrlich ein geschichtsträchtiger Ort, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Die ersten Aufzeichnungen gehen über 700 Jahre bis ins Jahr 1266 zurück. Anfangs bestand der Ordern nur aus einem kleinen Haus und 12 Ritterbrüdern. Anfang des 14. Jahrhunderts hatte der Orden diesen Ort in eine Ausbildungsstätte für neue Ritter umgebaut. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde der Orden durch eine Fehde stark beschädigt. Nach einer kurzen Erholungsphase brachte der Dreißigjährige Krieg starke Zerstörungen und stürzte auch die umliegenden Orte in eine tiefe finanzielle Krise. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts war der Orden schuldenfrei. In den beiden nächsten Jahrhunderten erlebte der Ort eine Blütephase und zahlreiche An- und Ausbauten. Um 1860 wurde der Orden verkauft und die Gemäuer dienten einem Mädchenpensionat sowie einer Haushaltsschule. Noch bis Mitte der 1990er Jahre wurde in den Gebäuden ein Kindererholungsheim betrieben. Im Jahr 2009 wurde der Komplex an einen Investor verkauft. Mittlerweile sind die Eigentumsverhältnisse strittig, die Kosten für den Erhalt explodieren und die Schäden an der Bausubstanz werden immer größer.

Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer auf meiner Homepage: >>www.smartphotos-verfallene-orte.de<<

 

Lost Places: Chemiewerk

Dieser Beitrag erzählt von einem verfallenen Chemiewerk. Leider war über die Geschichte der Firma nicht viel in Erfahrung zu bringen. Dem Handelsregister war nur zu entnehmen, das der Geschäftsführer zu Beginn des Jahres 2002 von seinem Amt enthoben worden ist. Bei meinem Besuch der Anlage habe ich ein extrem verfallens Gelände entdeckt. Überall Vandalismus und Zerstörung. Es wurden zahlreiche Gegenstände zurück gelassen. Und die Aufschriften auf den Tonnen und Rohen ließen erahnen das es dort auch nicht ungefährlich ist. Überall Säuren und undefinierbare Flüssigkeiten. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite:

Smartphotos-verfallene-orte.de

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Lost Places: Maison D

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In einem winzig kleinen Dorf liegt das seit Jahren verlassene Maison Dave. Bei meinem Besuch war es sehr stürmisch und vor dem Eingang des kleinen Hofes lagen die ersten Dachziegel auf dem Boden. Die Bauweise ist so typisch für Belgien. Unten der Wohn.- und Küchenbereich. Oben die Schlafzimmer. Leider war das Anwesen schon ziemlich gerockt. Wer meinen Blog verfolgt, der ahnt,  ich mag diesen morbiden Charme sehr. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite:

www.smartphotos-verfallene-orte.de

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Lost Places: Das Wohnhaus des Krämerladens

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Das verlassene Wohnhaus vom ehemaligen Eigentümer des „Tante Emma“ Ladens vom Vorbeitrag. Das direkt an den Laden angrenzende Wohnhaus muss seit gut 10 Jahren sich selbst überlassen worden sein. Der Eigentümer muss ein sehr gläubiger Christ gewesen sein. Überall waren christliche Symbole und Bilder mit heiligen Personen drauf. In den oberen Etagen standen schwere Holzbetten in den Zimmern die allesamt noch bezogen waren. Auf den Nachtischen standen Waschschüsseln aus einer längst vergessenen Zeit. Ein kleines Wohnzimmer neben einer einer zweckmäßigen Küche musste zu Nutzzeiten ein gemütlicher Ort gewesen sein. Beeindruckend war der Haustüreingang. Bis heute wurde der Briefkasten nicht versiegelt. Hier haben sich in den letzten Jahren einige Zeitungen, Werbeprospekte und vermutlich auch Briefe angesammelt. Das komplette Album findet Ihr auf meiner Seite:

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Lost Places: Chateau Rochendaal

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Das Chateau Rochendaal wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts von einem Rechtsanwalt namens Jean Henri Paul Uhlens erbaut. Lange Zeit war es ein Anwesen inmitten eines kleinen Wäldchen und sehr idyllisch anzusehen. Bis zum Einmarsch der Nationalsozialisten, diese haben die Besitzerfamilie enteignet und das Gelände zu einem Stützpunkt der deutschen Luftwaffe umfunktioniert. Das Wäldchen wurde in Teilen abgeholzt und zahlreiche Baracken entstanden, die auch heute noch vorhanden sind. Das Chateau diente als Offizierskasino, Kaminzimmer und Unterkunft für Offiziere. Gegen Ende des 2. Weltkrieges bezogen  die Amerikaner die Unterkünfte. Ein paar Jahre später errichtete die belgische Luftwaffe ein Ausbildungszentrum für Piloten. Ende der 90er Jahre wurde das Anwesen aufgegeben. Vom einstigen Glanz ist gar nichts mehr übrig geblieben.

10*Klick* für die Quelle

Heute sind nach einem Brand vor ein paar Jahren nur noch Stahlträgergeschützte Grundmauern übrig geblieben. Ein paar Baracken stehen auch heute noch auf dem Gelände. Der Wald drum herum wurde inzwischen gerodet. Ein paar aktuelle Bilder habe ich mitgebracht und ein paar Bilder aus dem www ergänzt. Auf diesen Bildern kann man die einstige Schönheit nur erahnen. Viel Spaß beim Anschauen dieser geschichtsträchtigen Location.

Lost Places: Das Haus des Chemie-Doktors

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Habe lange überlegt, ob ich den heutigen Ort überhaupt öffentlich vorstellen soll. Es gab so viele private Einzelheiten zu sehen und ganz ehrlich: Ich habe noch nie zuvor einen solchen Ort besuchen dürfen. Das Haus wird seit gut 20 Jahren sich selbst überlassen. Ich habe den Tip von einer Fotokollegin bekommen und hatte ein paar Informationen, aber das was ich da gefunden habe, habe ich so auch noch nicht gesehen.

Normalerweise kommen an dieser Stelle modrige und verschimmelte Verfallsbilder (20 Jahre Leerstand). Hier zeigte sich aber ein ganz anderes Bild. Der Ort in dem dieses Haus liegt, ist so winzig, das es kaum möglich ist nicht aufzufallen. Verwunderlich das die Tür weit offen stand. Noch verwunderlicher, das Haus wirkte als würde jeden Moment ein Bewohner um die Ecke kommen. Ich gabe zu, ein bisschen unheimlich, fühlte mich beobachtes. Aber so war es dann aber doch nicht. Anhand der Unterlagen die offen rum lagen, konnte man erkennen das dieser Ort tatsächlich vor 20 Jahren verlassen worden ist. Ich habe mich nicht getraut in die Schränke zu schauen, zu groß war der Respekt den dieser Ort ausstrahlte. Habe nur fotografiert was offen lag und da gab es genug spannendes zu sehen. Unter anderem habe ich erfahren, das hier ein Doktor mit seiner Familie gewohnt haben muss. Er war begeisteter Golfer und Orgelspieler. Einige Trauerkarten die an einer Stelle gesammlt worden sind, widmeten sich dem Doktor. Wie bereits geschrieben, habe ich lange überlegen müssen ob ich diese Bilder überhaupt zeigen möchte,aber nachdem mein Besuch nun einige Wochen zuück liegt möchte ich meine Eindrücke vom Haus des alten Doktors gerne mit Euch Teilen.

Update: 04.10.2019: Mittlerweile befindet sich das Haus nicht mehr in diesem Zustand. Es wurde viel gestohlen und zerstört. Und das Geheimnis warum dieser Ort verlassen und relativ lange unberüht blieb ist gelüftet aber traurig. Denn nachdem die Ehefrau sehr lange Zeit alleine in dem Haus wohnte und vereinsamte nahm sie sich eines Tage im Dachgeschoss das Leben und die Nachfahren können und wollen seitdem das Haus nicht mehr betreten.

 

Viel Spaß beim anschauen. Das komplette Album findet Ihr HIER.

Lost Places: Das Schloss

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Dieser verlassene Ort zeigt ein altes Schloss. Die Geschichte geht bis in 11. Jahrhundert zurück. Auf einer Bergkuppe ließ ein Graf Ende des 14. Jahrhunderts eine Burg errichten. Es wird angenommen, das es hier schon um 1100 eine Vorgängeranlage als Kontrollposten gegegeben hat. Der Umbau von der Burg zum Schloss erfolgte um das Jahr 1560 und umfasste den Anbau von Trakten und Ställen und eines mittelalterlichen Innenhofes. Aus dieser Zeit sind auch noch heute noch weite Teile erhalten geblieben u.a. das sichtbare Fachwerk. Unterhalb des Burghügels befinden sich 9 Teiche, die als Hexenteiche bezeichnet wurden. Diese Namensgebung lässt darauf schließen das im 16. und 17. Jahrhundert Hexenverfolgungen stattgefunden haben. Die Teiche dienten für Wassenproben um die Beschuldigten der Hexerei zu überführen. Laut einem Kirchenbuch aus dieser Zeit wurden nahe der Burg 20 Personen als Hexen verbrannt. Es handelte sich um Jungen und Mädchen, die Hexentänze aufgeführt haben sollen.

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts lag das Schloss im Dornröschenschlaf. Die Gebäude wurden als Lager genutzt. Mit dem Bau der Reichsautobahn um 1940 liefen Planungen die das Anwesen in eine Autobahnraststätte umbauen sollten. Diese Pläne wurde aber wieder verworfen, stattdessen wurde in den Scheunen ein Zwangsarbeitslager für einen nahegelegenden Steinbruch eingerichtet. In der Zeit nach dem Krieg wollte sich so recht niemand mehr um das schöne Schlösschen kümmern. Immer mal wieder wurden Sanierungsarbeiten angefangen aber nicht zu Ende geführt. Der Denkmalschutz macht es sicherlich nicht einfach.

Leider konnte ich bei meinem Besuch nur einen kleinen Teil erkunden. Nicht alles war zugänglich. Aber ein paar Bilder habe ich mitgebracht. Besonders spannend war die Geheimtür hinter einem Weinregal. Hier ging es über eine Wendeltreppe in den Burgturm rauf. Viel Spaß beim anschauen der Bilder. Das komplette Album findet ihr HIER.

Lost Places: Das alte Lichtspielhaus

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Mein heutiger Beitrag erzählt die Geschichte eines ehemaligen Hotels und Lichtspielhauses. Das Gebäude selbst wurde um 1871 erbaut und zuerst als Hotel betrieben. Die ersten Betriebsjahre liefen nach meinen recherchen ganz gut. Das Haus umfasste 20 Hotelzimmer, zwei Konferenzräume und eine Bar. Ende der 1940er Jahre entwickelte sich der Ort in eine Filmstadt und so bekam das Hotel einen Filmvorführraum mit 250 Sitzplätzen. Stars und Sternchen der damaligen Zeit haben hier übernachtet. Unter anderem Grethe Weiser, Hardy Krüger und sogar Hildegard Knef haben hier verweilt. Ende der 80er Jahre hatte das Hotel noch 18 Angestellte, jedoch liefen die Geschäfte nicht sehr gut. Der Hoteleigentümer, mittlerweile in 2. Generation hatte sich Anfang der 1990er Jahre aus altersgründen zur Ruhe gezogen und verkaufte das Gebäude an einen Hotelunternehmer. Große Umbauten- und Renovierungsarbeiten sollten erfolgen. Bis heute ist nur die Baustelle zurück geblieben und einige Teile der Einrichtung. Für mich war es ein spannender Ort und eine kleine Reise in eine längst vergangene Zeit. Viel Spaß beim anschauen der Bilder.

Das komplette Album findet ihr HIER.

Lost Places: Low Budget Hotel

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Den Ort den ich heute vorstellen möchte, zeigt ein mittelklassiges „Low Budget“ Hotel in einem kleinen Örtchen. Der Schimmelbefall lässt sich nicht mehr leugnen. Tolle Motive, wenn man eine entsprechende Maske für die Nase dabei hat. Beim betreten achte man auch auf jeden Schritt, besonders in den oberen Etagen. Viel Spaß beim anschauen der Bilder.

Lost Places: Die Kurklinik

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Der heutige Ort zeigt eine Kurklinik in einem kleinen Örtchen in Westfalen. In den Betriebszeiten fanden die Patienten hier Gesundheit und Entspannung in schönster Lage. Die Klinik verfügte über 100 Komfortzimmer. Schwerpunkte waren Entzündungen der Wirbelsäule sowie Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems und psychologische Erschöpfungszustände. Der Betrieb wurde gegen Ende der 90er Jahre eingestellt. Bei meinem Besuch boten sich noch zahlreiche Motive. Besonders beeindruckend fand ich die Allee. Viel Spaß beim anschauen der Bilder.

Lost Places: Das Bordell

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Ein neues Jahr, eine neue Fotolocation. Der Besuch in so einer Einrichtung war für mich der Erste. Und meine Vorstellungen waren geprägt von verschiedenen Tatort-Filmen.  Über den Laden selbst kann ich gar nicht viel berichten. Aber meine Eindrücke habe ich mitgebracht. Unter einer vergammelten Markise vor dem Haupteingang hing eine verblichene Getränkekarte im Schaukasten. Ein Piccolo kosteste mal 15 Euro. Wie lange hier schon Leerstand ist, kann ich auch nicht sagen. Ich denke die Bilder sprechen für sich. Viel Spaß

Lost Places: Der Abriss meiner Lieblingslocation

Das neue beginnt mit einem Abiss. Meine Lieblingslocation – die Victoria Barracks – ich habe schon öfters darüber berichtet – wird nun abgerissen. Die Stadt plant ein neues Naherholungsgebiet. Als wenn es das nicht schon längs wäre. Zumindest für Fotografen. Habe dieses Kasernengelände schon mehrfach besucht. Für mich gab es imer wieder neues zu entdecken. Auch jetzt. Viel Spass beim anschauen. Wer mag, kann sich gerne die älteren Beiträge (von 2016 , 2017 2017 Kirche) ansehen.

Lost Places: Die alte Schule

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Lost Places: Das Blechwerk Hydraulikarm

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Lost Places: Die alte Schmiede

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Es ist noch früh. Wir haben einen kalten November-Morgen, der Boden ist mit einer Raureif-Schicht bedeckt. Der heutige Ausflug führt mich zu einer verlassenen Schmiede. Wobei das Gelände seit 2010 lediglich als Lager für ein weiteres Werk in unmittelbarer Nähe genutzt wurde. Davor schlugen Schmiedehammer in den riesigen Hallen. Leider sind davon keine mehr vorhanden. Zeigen möchte ich die Bilder aber dennoch. Viel Spaß. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

Lost Places: Schmiede

Lost Places: Schmiede

Lost Places: Schmiede

Lost Places: Schmiede

Lost Places: Schmiede

Lost Places: Schmiede

Lost Places: Schmiede

Lost Places: Charbonnage du Hasard

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Dieses ist nun mein letzter Beitrag meiner Urbex-Tour durch Belgien. Ich war bestimmt nicht zum letzten Mal hier. Diesen Ort hätte ich als Kind des Ruhrgebietes sehr gerne viel eher besucht. Für mich die wohl schönste Zeche der Welt: Charbonnages du Hasard oder wie es auch genannt wird: Cheratte Hasard. Das Gebäude erinnert weniger an eine Zeche, vielmehr sieht es auch wie eine große Burg. Bereits im Jahr 1850 wurde der erste Schacht zur Gewinnung von Steinkohle ausgehoben. Nach einem Unfall 1877 wurde die Anlage wieder geschlossen. Erst 30 Jahre später, wurde bis 1977 Kohle gefördert.
Eigentlich war ich der Ansicht, das der Abrissbagger gegen Ende des letzten Jahres mit dem Abriss begonnen hatte. Aber der Blick aus dem Hotel ließ mich hoffen…. Es wurden alle Zechenteile, die nicht unter Denkmalschutz stehen, abgerissen. Der noch übrige Rest soll zu einem Businesskomplex umgebaut werden. Wie schon geschrieben, ich hätte eher kommen müssen. Bei meinem Besuch habe ich mir die Innere Erkundung gespart und habe nur ein paar Außenaufnahmen mitgebracht. Viel Spass beim anschauen der Bilder…

 

Lost Places: Maison L´horreur

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Was genau zu diesem Namen geführt hat, kann ich nicht genau sagen. Der kleine Hof lag etwas abgelegen an einer wenig befahrenen Landstrasse. Teile der Einrichtung standen noch an der Stelle, wo der Besitzer sie einmal hingestellt hatte. In einem Raum trat man vom Erdgeschoss direkt eine Etage tiefer in den Keller. Ich bin immer noch fasziniert von der belgischen Bauweise. Ein paar meiner Eindrücke habe ich fest gehalten. Viel Spaß beim anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

Lost Places: Maison L´horreur

Lost Places: Maison L´horreur

Lost Places: Maison L´horreur

Lost Places: Maison L´horreur

Lost Places: Maison L´horreur

Lost Places: Das weiße Haus

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Bei meiner Autofahrt durch die Wallonie bin ich durch Zufall auf dieses kleine Häuschen gestoßen. Es liegt ziemlich abgelegen an einer wenig befahren Straße im Wald. Wie lange es schon verlassen ist, konnte ich nicht herausfinden, wohl aber, das es schon deutlich bessere Tage hatte. Im www wird häufig vom „Weißen Haus“ gesprochen. Insgesamt ein mehr oder weniger natürlicher Verfall und ein paar Motive habe ich mitgenommen. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

Lost Places: Das weiße Haus

Lost Places: Das weiße Haus

Lost Places: Das weiße Haus

Lost Places: Das weiße Haus

Lost Places: Mansion Percèe

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Über dieses Gebäude geistern in den Weiten des www sehr skurille Namen wie zum Beispiel Draculas Mansion oder BeeEmmWee-Villa. Ich habe mich für den Namen Mansion Perceè entschieden. Denn Durchbruch gab es bereits, einen BMW leider nicht mehr, der wurde schon geklaut. Das Grunstück ist verwachsen und zugewuchert. Überall Dornen und Laub. Gar nicht auszudenken wie sich hier ein Besuch im Wonnemonat Mai dargestellt hätte. Von Außen konnte man erahnen wie schön es hier einmal gewesen sein muss. Heute war es eher erschreckend zu sehen, wie Teile des Bodens aus dem 2. Obergeschosses im Erdgeschoss lagen. Im Keller haben wir einen kleinen Schatz entdeckt. Ein Sammlung diverser alkoholischer Getränke. Unweit des Haupthauses haben wir dann eine Garage entdeckt. Viel Spaß beim anschauen der Bilder. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

Lost Places: Mansion Percèe

Lost Places: Mansion Percèe

Lost Places: Mansion Percèe

Lost Places: Mansion Percèe

Lost Places: Mansion Percèe

Lost Places: Mansion Percèe