Archiv für die Kategorie ‘Urbex’

Den Ort, bzw. die Anlage die ich Euch heute vorstellen möchte stammt aus meiner Heimatstadt Hagen. Eine sehr markante Landmarke, die beim überqueren der Lennetalbrücke (A45) auch von weitem sehr gut sichtbar ist. Die Dolomitwerke in Hagen-Halden.

Vor 108 Jahren, im Jahr 1909 wurde die Kalkbrennerei gegründet. In den Folgejahren wurde die Produktion erheblich ausgeweitet und auf eine großindustrielle Basis umgestellt.
Für die Stahlindustrie im Ruhrgebiet besaß das Haldener Werk eine herausragende Bedeutung, der Dolomit wurde wegen seiner besonderen Eigenschaften zur Auskleidung von Kovertern benötigt. Mit dem anliegenden Steinbruch hatte das Werk über 1,6 Kilometer lange, teils unteriridirsche Förderstrassen.
Zur Blütezeit haben hier über 1.000 Menschen gearbeitet. Es wurden sogar Werkswohnungen errichtet. Ende 2006 wurde den noch 200 Beschäftigten versichert, es würde keinen Verkauf der Werke geben. Aber schon Anfang 2007 wurden die Dolomitwerke an eine internationale Investmentgruppe verkauft.

Seit einigen Jahren ist der Kalk aus Hagen gar nicht mehr gefragt und die Öfen der Brennerei bleiben kalt. Heute, am 09.10.2017 wurde mit dem Abriss begonnen, der über ein Jahr andauern soll.

Für mich ein besonderer Ort, so war das Werk doch Arbeitgeber für Familienangehörige.

Die Fotos sind bei einer „drumherum“-Begehung entstanden. Die Anlage selbst darf nicht betreten werden, was ich sehr Schade finde. Schließlich geht hier wieder ein Teil der Hagener Industriegeschichte verloren. Bei Flickr lade ich das komplette Album in den nächsten Tage hoch.

Bericht aus der örtlichen Zeitung:
„Seit der Schließung des Betriebes waren die stillgelegten Anlagen trotz einer Umzäunung immer wieder von Kriminellen heimgesucht worden, die dort Kabel, Buntmetall und alles, was nicht niet- und nagelfest war, stahlen. „Außerdem hatten wir häufig mit Vandalismus zu tun“. Erst im April schnappte die Polizei unter Einsatz eines Hubschraubers und eines Diensthundes einen Einbrecher, der zunächst auf einen Turm der Dolomitwerke geflüchtet und dann zwischen zwei Maschinen gestürzt war.“

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Rund 50 Fahrzeuge hat Michael Fröhlich in seinem Autoskulpturenpark in einem kleinen Waldstück im Neandertal ausgestellt. Gegen ein kleines Entgelt kann man ungestört Fotos machen. Ich gebe zu, kein echter Lost Place, aber Lost sind die Autos schon. Die Macht der Natur siegt dann letztlich doch. Zu den Fahrzeugen gehören neben einem Jaguar ein 11 CV, die Gangster Limousine, die Jahrzehnte einem französischem Polizeichef gehörte. Im Sommer 2000 hat sich Michael Fröhlich dieses „Automausoleum“ aus 50 mobilen Kunstobjekten, alle Baujahr 1950 zu seinem 50 Geburtstag selbst zum Geschenk gemacht. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Cars

Lost Places: Cars

Lost Places: Cars

Lost Places: Cars

Lost Places: Cars

Dieser Beitrag zeit meinen Besuch eines Ortes den ich schon öfters besucht habe, bisher aber nie die Möglichkeit hatte mir die imposante Anlage von Innen anzuschauen. Aber im Rahmen des offenen Denkmals öffnete die Anlage ihre Tore. Die Zeche Gneisenau ist ein ehemaliges Steinkohle-Bergwerk in Dortmund. Betriebsbeginn war 1886. Betriebsende 1985. Die Zeche hatte ca. 6.000 Beschäftigte.
Der Tag des offenen Denkmals 2017 ermöglichte mir einen Besuch, der sonst nicht zugänglichen Schachtanlage II und IV. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Der heutige Sonntag, der 10.09.2017 ist u.a. der Tag des offenen Denkmals. Heute zeige ich Euch die erste Station meiner Reise. Durch dieses Projekt wurde mir der Besuch einiger, sonst verschlossener Orte, ermöglicht. 1. Station war das Bahnbetriebswerk in Gelsenkirchen – Bismarck:

Es wurde 1926 erbaut im Jugendstil und Industriearchitektur, Holz und Stahl. Technikdenkmal, durch Initiative des Fördervereins denkmalgeschützt seit 1994. Ringlokschuppen, Werkhallen und Drehscheibe. Dazu fanden sich eine Loks und ein paar Waggons auf den Schienen rund um das Gelände. Das komplette Album wie immer bei Flickr. Morgen gibt es den 2. Teil meiner Reise.

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Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck - Tag des offenen Denkmals 2017

Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck - Tag des offenen Denkmals 2017

Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck - Tag des offenen Denkmals 2017

Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck - Tag des offenen Denkmals 2017

Der heutige Beitrag zeigt ein verlassenes Museum für deutsche Heimatkunde. Seit Anfang des neuen Jahrtausends steht es leer und verfällt. Der umliegende Wald holt sich das Gelände zurück und es finden sich zahlreiche Fotomotive. Ein paar Bilder habe ich mitgebracht. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Lost Places Museum für Heimatkunde

Heute zeige ich Euch ein paar Bilder einer Kaserne die ich schon einmal besucht habe. Heute allerdings war das Motto: Weitwinkel… Viel Spaß. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Barracks

Lost Places: Barracks

Lost Places: Barracks

Lost Places: Barracks

Lost Places: Barracks

Dieser verlassene Ort zeigt eine alte Sägemühle und einen Uhrenturm. Gebaut wurde die Mühle um 1870. Leider ist heute nicht mehr viel von dem 1912 gebauten Uhrenturm und der alten Sägemühle zu sehen, dafür aber noch diverse Produktionsanlagen aus der Folgenutzung die bis ins Jahr 2001 ging. Es befand sich an dem Standort eine kleine Stanzerei. Die Hallen aus Bruchstein sind seit dem Leerstand deutlich verfallen und es war, durch den noch vorhanden Wasserlauf, sehr laut. Die heutigen Aufnahmen zeigen meine Eindrücke meines 2. Besuchs dort. Viel Spass beim anschauen. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

Und jetzt zeige ich Euch eine ganz nette Spielerei:

Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

Wie man aus einem normalen Foto ein HDR Bild zaubert. Hier habe ich mit dem Programm Photomatrix gearbeitet. Ein paar Mausklicks später:

Lost Places: Sägemühle und Uhrenturm

 

Der Gutshof und das umliegende Land wurde bereits um 1300 erwähnt. Es umfasste neben umfangreicher Wälder auch ein Schloss. Das heute noch vorhandes Torhaus wird für Kleinkunst-Ausstellungen genutzt. Es wurde auf dem Hof sogar Bier für die Gutsherren zum Eigenbedarf gebraut. Heute sind neben einem einsturzgefährdeten Eiskeller noch ein Herrenhaus, mehrere Scheunen bzw. Stallungen und ein wunderschöner Park vorhanden. Meine Fototour zeigt die Scheunen und Teile des Herrenhauses. Leider ist der Lost Place schon ziemlich abgerockt und es ist kaum noch etwas vom Glanz vergangener Tage vorhanden. Interessant war ein noch vorhandener Mühlenstein. Viel Spass beim anschauen. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Der heutige verlassene Ort zeigt die Verwaltungseinheit der riesigen Knopffabrik, welche ich Euch schon vorgestellt habe. Auch hier im Verwaltungstrakt gab es interessante Dinge zu entdecken. Beeindruckt hat mich ein Anschreiben aus einer Personalakte aus dem Jahr 1983. Hier wurde einem Mitarbeiter zum „silbernen Dienstjubiläum“ gratuliert und zwar sehr ausführlich und mit Schreibmaschine geschrieben. Damals gab es noch keinen PC mit Serienbrief und Druckfunktion. Der Verfasser des Briefes hat sich für diesen einen Mitarbeiter echte Gedanken gemacht und hat sich bei ihm für seine jahrelange Arbeit bedankt.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

Lost Places: Verwaltungsgebäude administration building

er Knopfmacher eröffnete im Frühjahr 1876 zunächst einen Handel mit Stoffen für Damenstiefel, Schuhhaken und Ösen. Nur neun Jahre später, im Jahr 1885 wurde der Kronenfederdruckknopf von Paul Albert Regnault erfunden, das war der Vorläufer des Ringfederdruckknopfes, welcher das Hauptprodukt des Knöpfemachers gewesen ist. Den heutigen Lost Place zeigt das Firmengelände welches der Knopfmacher 1906 erbauen ließ. Im Jahr 1951 sind nach den schweren Kriegsjahren schon wieder über 500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Firma erlangt sogar so etwas wie Weltruhm, es wurden Druckknöpfe für namenhafte Bekleidungshersteller wie Levi´s, GAB und Wrangler produziert. Im Jahr 2003 kam es zu einer hohen EU Strafe wegen Preisabsprachen. Der Betrieb konnte noch aufrecht erhalten werden bis im Jahr 2010 nach 104-jähriger Traditionsgeschichte für immer die Lichter ausgingen.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Heute zeige ich Euch eine wunderschöne Villa. Zumindest war sie das einmal. Gebaut wurde die Villa um 1908. Das riesige Grundstück war einmal 12.000 Quardratmeter groß. Bis 1966 mit dem Bau einer Autobahn-Abfahrt begonnen wurde. Die Gartenanlage wurde um die Hälfte verkleinert und grenzte nun direkt an die Autobahn-Abfahrt. Damit begann auch der Untergang. Der Eigentümer, der Fabrikant „Carl“ musste in seiner Firma heftige einbußen machen und der Wert der Villa sank. Schließlich wurde ihm die Villa enteignet. Bis vor wenigen Jahren wurde sie noch bewohnt, es gab einen Plan das Haus und das um die Hälfte geschrumpfte Gelände in eine Seniorenwohnanlage zu verwandeln, aber der Plan scheiterte, da die Villa über keinen Kanalanschluss sondern nur über eine Sickergrube verfügt. Das Gelände liegt nun im Dornröschenschlaf. Die Wiesen und Teichanlagen gleichen inzwischen einem tropischen Dschungel. Von außen wirkt die Villa wie ein kleines Schloss. Beim erkunden des Inneren, ist mir sofort aufgefallen, das dort mal sehr gesellige Menschen gewohnt haben müssen.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Villa "Carl"

Lost Places: Villa "Carl"

Lost Places: Villa "Carl"

 

Lost Places: Villa "Carl"

Nachdem ab 1901 die ersten Probebohrungen im Gebiet der Stadt Ahlen mit Erfolg vorgenommen wurden,  entstand nicht lange danach ein Bergwerk und angrenzend daran, von 1918 bis 1924 die Siedlung für die Bergarbeiter und ihre Familien. Der Abbau von Steinkohle, der Personalbetrieb und die Energieversorgung nahmen immer größere Bereiche am Rande der Stadt ein und fügten sich schließlich mit der Kolonie als südöstlicher Stadtteil an Ahlen an. Es entstand ein neuer Stadtteil. Die Zeche Westfalen war über fast 100 Jahre Motor der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Ahlen und größter Arbeitgeber von bis zu 5500 Menschen. Am 1. Juli 2000 wurde der aktive Betrieb der Zeche Westfalen eingestellt. Während Schächte verfüllt, bergbauspezifische Gebäude abgerissen und denkmalwürdige Bestandteile erhalten wurden, entstand ein Folgenutzungskonzept für die Zeche Westfalen.

Eigentlich kein echter Lost Place mehr, aber ich finde die beiden Zechentürme hintereinander so schön.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Zeche Westfalen

Lost Places: Zeche Westfalen

Lost Places: Zeche Westfalen

Die Bilder dieser Tour hatte ich schon einmal veröffentlich, jedoch hatte ich ein paar Upload und Speicher Probleme, die mittlerweile behoben sind. Ich möchten den Beitrag hier nochmal zeigen. Ursprünglich war das Gebäude ein Wasserwerk, welches um 1909 gebaut worden ist. Schon von außen war dieses zugewachsene Gebäude eine Augenweide. Die Bauweise vor gut 100 Jahren ist um einiges anspruchsvoller und individueller als die heutigen Häuser, die heutzutage gebaut werden. Noch besonderer war allerdings der Innenraum. Alles erinnerte an ein Abenteuer-Videospiel. Wände hochklettern und Rätsel lösen, das alles könnte man in dieser Szenerie problemlos durchführen. Der eigentliche Zweck dieses Kathedralen ähnlichen Gebäudes, welches seit Anfang der 90iger Jahre leer steht, war eine Klärwerk-Anlage. Optisch ist es der Wahnsinn und ein paar Bilder habe ich auch mitgebracht.

Das ganze Album wie immer bei Flickr

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Lost Places: Lara Croft Tempel

Lost Places: Lara Croft Tempel

Lost Places: Lara Croft Tempel

Lost Places: Lara Croft Tempel

Da euch mein letzter Beitrag ganz gut gefallen hat, dachte ich mir: Heute gibt es eine Fortsetzung. Die Mutter aller Geistergeschichten aus dem Ruhrgebiet. An dieser Stelle ist es wohl o.k. den echten Namen zu nennen, dafür ist der Ort einfach zu bekannt.

Angeblich soll es im ehemaligen Rittergut Wolfskuhlen spuken. Über dieses sagenumwobene Gebäude bin ich bei meinen Recherchen im www schön öfters gestoßen. Bin bisher nur noch nie vor Ort gewesen. Aber heute hat es geklappt. Das Rittergut Wohlskuhlen ist seit Ewigkeiten verlassen. Früher soll es mal als Kinderheim gedient haben. Im Internet überschlagen sich die Theorien, was hinter den alten Mauern passiert ist.
Die Rede ist von einem Brand, bei dem Kinder ums Leben kamen. Dieser Brand soll sich angeblich alle 50 Jahre wiederholen. Wer heute das Spukhaus betritt, könne noch die Schreie der Kinder hören. Andere reden von Morden im Kinderheim. Betreuer hätten Kinder zunächst getötet und anschließend im Garten vergraben. Die Gräber seien noch dort. Auch ist die Rede von Kindern, die spurlos verschwanden oder im Haus eingemauert worden sein sollen.
Besucher des Spukschlosses sprechen von mysteriösen Erlebnissen während oder nach ihres Besuchs. Merkwürdige Luftzüge, Geräusche oder plötzlich stehen bleibende Autos. Das Schloss Wolfskuhlen stehe außerdem in einem negativen Pentagram und bilde daher das Zentrum des Bösen. Es ist umgeben von fünf weiteren Schlössern, die jeweils die Spitze des Pentagrams einnehmen: Schloss Tervort, Schloss Ossenberg, Schloss Lauersfort, Schloss Cassel und Schloss Blömersheim.

Mein Besuch war relativ harmlos. Habe ein paar Bilder mitgenommen und davon möchte ich Euch ein paar zeigen. Das ganze Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Rittergut Wolfskuhlen

Lost Places: Rittergut Wolfskuhlen

Lost Places: Rittergut Wolfskuhlen

Lost Places: Rittergut Wolfskuhlen

Lost Places: Rittergut Wolfskuhlen

Heute möchte ich Euch eine besondere Location vorstellen. Normalerweise glaube ich nicht an Dinge die ich nicht sehen oder greifen kann, an Geister schon mal gar nicht. Dieser Ort, den ich Euch heute vorstellen möchte hatte jedoch eine besondere,…. ich nenne es einfach „Präsenz“. Beim betreten war kalte Luft zu spüren, die ich ein und ausgeatmet habe. Ich konnte sogar meinen Atem sehen. Und das, wo es draußen sommerliche 25°C waren. Dann viel mir der einzigartige Geruch auf. Das ansich ist bei verlassenen Orten üblich, aber es war eben doch anders. Aber das merkwürdige an diesem Ort war die komplette Stimmung. Alles schien irgendwie fremd, so als wenn es nicht von dieser Welt wäre. Ganz besonders stark hatte ich dieses empfinden beim betreten des Dachbodens. Nicht nur das quietschen der Dielen, nein auch der aufgewirbelte Staub hatte etwas befremdliches an sich. Mein ganzer Körper bekam eine Gänsehaut und ich war wie gelähmt, als ich mir Fotomotive gesucht habe fühlte ich mich wie umhüllt von einem unsichtbaren Schleier. Ehrlich gesagt war ich sehr froh, dieses merkwürdige Erlebnis hinter mir gelassen zu haben, wie ich diese Location verlassen habe. Hoffe bei den Bildern kommt rüber, was ich empfunden habe. (Hier gibt es keine Ortsangabe – nicht mal ein Hinweis). Das komplette Album wie immer bei FlickR.

Lost Places: Ghost Home

Lost Places: Ghost Home

Lost Places: Ghost Home

Lost Places: Ghost Home

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Die Geschichte der Stärkefabrik lässt sich bis ins Jahr 1864 zurückverfolgen. Zuerst wurde aus Weizenmehl Weizenstärke erzeugt. Zu den weiteren Endprodukten des Werkes gehörten Weizenstärke, Weizenstärkepuder Weizensüßkleber und Weizenquellmehl. Die hier gezeigte Fabrik war die erste ihrer Art. Im Jahr 1885 wurde auf dem Gelände bei Wasserbohrungen ein Steinkohleflöz entdeckt. Aufgrund der damaligen Wirtschaftskrise wurde das Steinkohlefeld jedoch nicht erschlossen.

Im ersten Weltkrieg konnte die Produktion nicht aufrecht erhalten werden, da keine Rohstoffe zur Verfügung standen. Die Produktionsstätte wurde im 2. Weltkrieg an einen anderen Standort verlegt und die Fabrik wurde bei einem Bombenangriff im Frühjahr des Jahres 1944 schwer getroffen. Die Produktion konnte jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgenommen werden. Bis zur Schließung im Jahr 1990 wurde weiter fleißig prodziert. Seitdem steht die Fabrik leer und verfällt – leider nicht nur natürlich.

Viel Spass beim anschauen der Bilder, das ganze Album gibts bei FlickR.

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Lost Places: abandoned powder factory

Lost Places: abandoned powder factory

Lost Places: abandoned powder factory

Lost Places: abandoned powder factory

Lost Places: abandoned powder factory

Lost Places: abandoned powder factory

Die Fotos die ich Euch heute zeige, habe ich alle mit meiner Sony a6000 und dem 12mm Samyang Ultra-Weitwinkel und der 30mm Sigma Festbrennweite gemacht. Mit dem Kit-Objektiv bin ich nicht zufrieden. Vielleicht haben ja auch welche von Euch auch Probleme mit der Vignettierung – die mich so fürchterlich nervt.

Habe im vorbeifahren dieses verlassenes Wohnhaus an einer Landstrasse mitten im Ruhrgebiet entdeckt. Noch vor wenigen Jahren muss dort eine tolle kleine Gemeinschaft gelebt haben. Insgesamt waren es 4 Wohneinheiten und besonders gefallen hat mir das Dachgeschoss (wegen dem Kamin). Viel Spaß beim anschauen.2

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Das ganze Album findet Ihr auf FlickR

In den letzten Tagen wurden meine Fotos leider nicht mehr korrekt und fehlerhaft angezeigt 😦 Mein freier Speicher ist leider „pickepackevoll“ und das macht es mir leider nicht mehr möglich alle meine Bilder zu zeigen. Es musste eine Alternative her. Keine Angst, meinen Blog werde ich natürlich weiter pflegen und auch Bilder zeigen, aber eben nicht mehr so wie in der Vergangenheit.

Alle meine Bilder werde ich nun auf Flickr zeigen.

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Wenn Du vorbeischauen möchtest, bist Du natürlich eingeladen:

https://www.flickr.com/people/smartphoto78/

„Unser Fritz“ ist kein Wortspiel sondern die Bezeichung für ein ehemaliges Steinkohlebergwerk, welches in Herne (früher Wanne-Eickel) lag. Es zählte zu den bedeutenden Bergwerken im Ruhrgebiet. Das Gelände liegt heute offen, übrig geblieben ist nur der Denkmalgeschützte Malakowturm über Schacht 1. Er wurde 1873 erbaut. Bei meinen recherchen (also google) habe ich eine ganz nette Geschichte entdeckt, die ich Euch unbedingt erzählen möchte:

Der Schacht 1 über dem Malakowturm war ja in den letzten Jahren der Zeche eigentlich nur ein Material und Bewetterungsschacht. Es gab nur einen Fahrkorb mit einem Gegengewicht, üblich sind ja meist 2 Fahrkörbe (einer rauf, einer runter). Der Schacht über dem Malakowturm war für den Maschinenführer schwer zu fahren, denn der Schacht machte bei der Fahrt in die Tiefe einen Knick, zumindest wurde es über all die Jahre immer mehr versetzt. Man musste, wegen des Knicks die Maschine anhalten, bevor das Gegengewicht am Fahrkorb vorbeikam. Die Insassen des Korbes mussten dann mit einem Besenstiel das Gegengewicht beiseite drücken um eine Kollision mit dem Fahrkorb zuvermeiden. Erst nach diesem Vorgang konnte die Fahrt weitergehen. Mich würde hier an der Stelle mal eine berufsgenossenschaftliche Bewertung interessieren 🙂

Jetzt zu den Fotos. Einen Aufstieg auf den Turm habe ich mich nicht getraut, der Turm war mir einfach zu marode.

Mit der neuen a6000 im Gepäck und sehr großer Neugier habe ich heute einen sehr bekannten verlassenen Ort besucht.

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Die „Cookie-Fabrik“ steht seit über einem Jahrzehnt leer und ein sehr schöner Ort zum fotografieren. Hatte natürlich auch die Nikon D5200 mit dabei – habe mir gedacht „falls es doch nicht alles so klappt“….. Die Sorge war unbegeründet. Die kleine Sony ist eine tolle Kamera und sie macht mir großen Spaß. Für diese kleine Serie habe ich das 16:9 Format gewählt – Ist auch eine Alternative. Viel Spaß beim anschauen.

Und da ich der DSLR nicht komplett den Rücken kehren will, habe ich auch mit „Ihr“ ein paar Bilder gemacht. Viel Spaß.

Heute möchte ich einen sehr alten Lost Place zeigen. Vermutlich handelt es sich hierbei um eine alte Zisterne aus dem deutschen Kaiserreich. Zumindest hatte es etwas mit Wasservorsorung zu tun, denn es waren Wasserzu- und abläufe zu erkennen. Der Eingang deutete auf die Zeit um 1900 hin. Davon werde ich allerdings kein Bild veröffentlichen, denn ich möchte unbedingt verhindern, dass dieser alte verlassene Ort weiter vollgeschmiert wird. Ein paar Bilder konnte ich machen. Es war verdammt dunkel da unten drin und leider hatte ich kein Stativ dabei. Wollte euch die Bilder aber dennoch zeigen, da ich diesen geheimnisvollen Ort sehr spannend finde.

Lost Places: Häuser Ruinen

Veröffentlicht: 7. Mai 2017 in Allgemein, Foto, Lost Places, Urbex, Wald
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Wer im WWW nach Fotomotiven schaut und beim googlen das Wort Ruine sucht, findet bei Wikipedia folgende Beschreibung: Ruine (von lateinisch ruere für „stürzen“) bezeichnet ein zerfalles Bauwerk, wie ein Haus, beziehungsweise dessen Überreste. Im Plural für verfallene oder ausgegrabene Städte bzw. Teile davon, Tempelanlagen oder ganze Landstriche gebraucht. Ich frage mich immer wer denkt sich sowas aus??? Für mich sind Ruinen die mitunter schönsten Fotomotive.

Jetzt habe ich es endlich geschafft. Mein erster Besuch einer verlassenen Klinik.

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Gebaut um 1900 und ursprünglich als Lungenheilstätte betrieben wurde dieses wunderschöne Gebäude mehrfach umgebaut und beherbegte später auch mehrere Fachrichtungen. Zuletzt wurde das Klinikum pneumologisch und psychosomatisch betrieben. 2011 wurde die Einrichtung dann entgültig geschlossen und die Fachkliniken auf andere Einrichtungen im Ort verlegt. Mein heutiger Besuch war leider 2 Jahre zuspät, denn der Vandalismus hat deutliche Spuren hinterlassen. Aber ich finde, das ich ganz nette Fotomotive gefunden habe. Sorry, das es so viele geworden sind.

Auf einem Gelände im bergischen Land befindet sich diese kleine Anlage. Ein Überbleibsel aus den letzten Tagen des 2. Weltkrieges. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste hier in gebückter Haltung stundenlang ausharren. Mich gruselt die Vorstellung, die Angst nicht zu Wissen ob ich da jemals wieder rauskomme. Das muss damals im Krieg bei einem Bombenangriff einfach nur schrecklich gewesen sein. Ich bin sehr froh, das ich niemals solchen Ängsten ausgesetzt worden bin.

Der Besuch dort war interessant. Es war stockdunkel und ab und an tropfte es von der Decke. Die kleine Anlage befindet sich in einem massiven Felsen und der Zugang ist nur durch ein kleines „Kaninchenloch“ möglich. Unverständlich bleibt mir, warum manche Menschen solche Anlagen benutzen um ihren Müll (in diesem Fall Autoreifen) zu entsorgen.

Heute möchte ich euch meinen allerersten „Lost Place“ zeigen und zwar aus meiner Kindheit. Hier haben wir uns als Grundschüler am Nachmittag getroffen und haben unbeschwert verstecken gespielt. Hier schimpfte niemand, die alte Papierfabrik war für uns Kinder ein einziger Spielplatz. Wenn ich genau überlege, ist das sogar schon über 30 Jahre her.

Die Papierherstellung hat im märkischen Sauerland eine lange Tradition. 1692 kam Mathias Vorster aus Mülheim an der Ruhr in die Grafschaft Mark, um hier eine Papiermühle zu errichten. Er erwarb ein Gut in Hagen Delstern samt Gelände an der Volme, das für die Anlage einer derartigen Mühle wie geschaffen schien. Wichtige Voraussetzung für die Gründung einer Papiermühle war das Vorhandensein von klarem und gutem Wasser in ausreichender Menge. Dabei wird das Wasser nicht nur als Kraftquelle für Wasserräder benötigt, sondern auch als Rohstoff bei der Herstellung des Papierbreies. Damit begründete Vorster einen Gewerbezweig in der Region Hagen. Die Vorsterschen Papierfabriken belieferten über lange Zeit die preußische Verwaltung  mit hochwertigen Schreibpapieren. Eine Spezialität der „Obersten Mühle“ waren Strickmusterpapiere sowie Pack-, Tabak-, und Stempelpapiere, sogar Basismaterial für preußisches Papiergeld wurde produziert. Die Mühle brannte im Jahr 1878 ab und wurde stark verändert wieder aufgebaut und sogar erweitert.  Sie fimierte später unter dem Namen „Steinwender“. Die heute noch erhaltenen backsteinernen Fabrikgebäude stellen eine Zusammenstellung aus An-, Um- und Neubauten verschiedener Epochen dar. Die Papierfabrik wurde noch bis in die 1960er Jahre fortgeführt.

Heute haben Teile der Fabrik eine gewerbliche Nachnutzung für u.a. für Autoschrauber gefunden. Allerdings bleibt ein Großteil sich selbst überlassen und verfällt. Leider kann ich nur Aufnahmen von außen anbieten.