Archiv für die Kategorie ‘Ruhrgebiet’

 

Heute möchte ich Euch einen ungewöhnlichen Ort vorstellen. In einem Waldstück in der Nähe eines relativ bekannten Schlosses einer Großstadt befindet sich eine Gruft.
Neben der Gruft sind einige Gräber einer großen Adelsfamilie. Die Gründung liegt um 1802 und wurde angeblich von einem Logenführer der Freimaurer errichtet. Die kleine Anlage wurde achteckig angelegt. In der Mitte befindet sich ein Tempel in der Form eines Monopteros. Es befindet sich der Schriftzug: Tempel der Ruhe direkt über dem Eingang. Unter dem Tempel befindet sich eine Familiengruft, die durch eine riesige Metallplatte verschlossen ist. Im Tempel selbst ist eine Art Altar. Ich vermute, das dort mal eine Statue gestanden haben muss. Wahrscheinlich wurde die Opfer von Vadalismus. Meine Recherchen haben ergeben, dass es den Wald bei der Gründung noch nicht gab, lediglich die Ahornallee vor dem Eingang. Insgesamt ein sehr ruhiger Ort mitten in einem Waldstück. Mitgebracht habe ich ein paar Fotos, die in diese trübe Novemberstimmung ganz gut passen. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Temple of Silence

Lost Places: Temple of Silence

Lost Places: Temple of Silence

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Den Ort, bzw. die Anlage die ich Euch heute vorstellen möchte stammt aus meiner Heimatstadt Hagen. Eine sehr markante Landmarke, die beim überqueren der Lennetalbrücke (A45) auch von weitem sehr gut sichtbar ist. Die Dolomitwerke in Hagen-Halden.

Vor 108 Jahren, im Jahr 1909 wurde die Kalkbrennerei gegründet. In den Folgejahren wurde die Produktion erheblich ausgeweitet und auf eine großindustrielle Basis umgestellt.
Für die Stahlindustrie im Ruhrgebiet besaß das Haldener Werk eine herausragende Bedeutung, der Dolomit wurde wegen seiner besonderen Eigenschaften zur Auskleidung von Kovertern benötigt. Mit dem anliegenden Steinbruch hatte das Werk über 1,6 Kilometer lange, teils unteriridirsche Förderstrassen.
Zur Blütezeit haben hier über 1.000 Menschen gearbeitet. Es wurden sogar Werkswohnungen errichtet. Ende 2006 wurde den noch 200 Beschäftigten versichert, es würde keinen Verkauf der Werke geben. Aber schon Anfang 2007 wurden die Dolomitwerke an eine internationale Investmentgruppe verkauft.

Seit einigen Jahren ist der Kalk aus Hagen gar nicht mehr gefragt und die Öfen der Brennerei bleiben kalt. Heute, am 09.10.2017 wurde mit dem Abriss begonnen, der über ein Jahr andauern soll.

Für mich ein besonderer Ort, so war das Werk doch Arbeitgeber für Familienangehörige.

Die Fotos sind bei einer „drumherum“-Begehung entstanden. Die Anlage selbst darf nicht betreten werden, was ich sehr Schade finde. Schließlich geht hier wieder ein Teil der Hagener Industriegeschichte verloren. Bei Flickr lade ich das komplette Album in den nächsten Tage hoch.

Bericht aus der örtlichen Zeitung:
„Seit der Schließung des Betriebes waren die stillgelegten Anlagen trotz einer Umzäunung immer wieder von Kriminellen heimgesucht worden, die dort Kabel, Buntmetall und alles, was nicht niet- und nagelfest war, stahlen. „Außerdem hatten wir häufig mit Vandalismus zu tun“. Erst im April schnappte die Polizei unter Einsatz eines Hubschraubers und eines Diensthundes einen Einbrecher, der zunächst auf einen Turm der Dolomitwerke geflüchtet und dann zwischen zwei Maschinen gestürzt war.“

Dieser Beitrag zeit meinen Besuch eines Ortes den ich schon öfters besucht habe, bisher aber nie die Möglichkeit hatte mir die imposante Anlage von Innen anzuschauen. Aber im Rahmen des offenen Denkmals öffnete die Anlage ihre Tore. Die Zeche Gneisenau ist ein ehemaliges Steinkohle-Bergwerk in Dortmund. Betriebsbeginn war 1886. Betriebsende 1985. Die Zeche hatte ca. 6.000 Beschäftigte.
Der Tag des offenen Denkmals 2017 ermöglichte mir einen Besuch, der sonst nicht zugänglichen Schachtanlage II und IV. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Der heutige Sonntag, der 10.09.2017 ist u.a. der Tag des offenen Denkmals. Heute zeige ich Euch die erste Station meiner Reise. Durch dieses Projekt wurde mir der Besuch einiger, sonst verschlossener Orte, ermöglicht. 1. Station war das Bahnbetriebswerk in Gelsenkirchen – Bismarck:

Es wurde 1926 erbaut im Jugendstil und Industriearchitektur, Holz und Stahl. Technikdenkmal, durch Initiative des Fördervereins denkmalgeschützt seit 1994. Ringlokschuppen, Werkhallen und Drehscheibe. Dazu fanden sich eine Loks und ein paar Waggons auf den Schienen rund um das Gelände. Das komplette Album wie immer bei Flickr. Morgen gibt es den 2. Teil meiner Reise.

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Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck - Tag des offenen Denkmals 2017

Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck - Tag des offenen Denkmals 2017

Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck - Tag des offenen Denkmals 2017

Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck - Tag des offenen Denkmals 2017

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Die Zeche Zollverein war ein von 1851 bis 1986 aktives Steinkohlebergwerk in Essen. Sie ist heute ein Architektur- und Industriedenkmal. Gemeinsam mit der unmittelbar benachbarten Kokerei Zollverein gehören die Schachtanlagen 12 und 1/2/8 der Zeche seit 2001 zum Welterbe der UNESCO. Heute Abend habe ich mich mehr oder weniger spontan zu einem abendlichen Spaziergang entschieden. Im Werksschwimmbad war noch richtig viel los, sonst hätte ich davon gerne ein paar Fotos mitgebracht. Finde die Idee, ein Schwimmbad in einer Kokerei zu betreiben super genial. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

Zeche und Kokerei Zollverein

Zeche und Kokerei Zollverein

Zeche und Kokerei Zollverein

Zeche und Kokerei Zollverein

er Knopfmacher eröffnete im Frühjahr 1876 zunächst einen Handel mit Stoffen für Damenstiefel, Schuhhaken und Ösen. Nur neun Jahre später, im Jahr 1885 wurde der Kronenfederdruckknopf von Paul Albert Regnault erfunden, das war der Vorläufer des Ringfederdruckknopfes, welcher das Hauptprodukt des Knöpfemachers gewesen ist. Den heutigen Lost Place zeigt das Firmengelände welches der Knopfmacher 1906 erbauen ließ. Im Jahr 1951 sind nach den schweren Kriegsjahren schon wieder über 500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Firma erlangt sogar so etwas wie Weltruhm, es wurden Druckknöpfe für namenhafte Bekleidungshersteller wie Levi´s, GAB und Wrangler produziert. Im Jahr 2003 kam es zu einer hohen EU Strafe wegen Preisabsprachen. Der Betrieb konnte noch aufrecht erhalten werden bis im Jahr 2010 nach 104-jähriger Traditionsgeschichte für immer die Lichter ausgingen.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Lost Places: Der Knopfmacher

Nachdem ab 1901 die ersten Probebohrungen im Gebiet der Stadt Ahlen mit Erfolg vorgenommen wurden,  entstand nicht lange danach ein Bergwerk und angrenzend daran, von 1918 bis 1924 die Siedlung für die Bergarbeiter und ihre Familien. Der Abbau von Steinkohle, der Personalbetrieb und die Energieversorgung nahmen immer größere Bereiche am Rande der Stadt ein und fügten sich schließlich mit der Kolonie als südöstlicher Stadtteil an Ahlen an. Es entstand ein neuer Stadtteil. Die Zeche Westfalen war über fast 100 Jahre Motor der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Ahlen und größter Arbeitgeber von bis zu 5500 Menschen. Am 1. Juli 2000 wurde der aktive Betrieb der Zeche Westfalen eingestellt. Während Schächte verfüllt, bergbauspezifische Gebäude abgerissen und denkmalwürdige Bestandteile erhalten wurden, entstand ein Folgenutzungskonzept für die Zeche Westfalen.

Eigentlich kein echter Lost Place mehr, aber ich finde die beiden Zechentürme hintereinander so schön.

Das komplette Album wie immer bei Flickr.

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Lost Places: Zeche Westfalen

Lost Places: Zeche Westfalen

Lost Places: Zeche Westfalen

Die Bilder dieser Tour hatte ich schon einmal veröffentlich, jedoch hatte ich ein paar Upload und Speicher Probleme, die mittlerweile behoben sind. Ich möchten den Beitrag hier nochmal zeigen. Ursprünglich war das Gebäude ein Wasserwerk, welches um 1909 gebaut worden ist. Schon von außen war dieses zugewachsene Gebäude eine Augenweide. Die Bauweise vor gut 100 Jahren ist um einiges anspruchsvoller und individueller als die heutigen Häuser, die heutzutage gebaut werden. Noch besonderer war allerdings der Innenraum. Alles erinnerte an ein Abenteuer-Videospiel. Wände hochklettern und Rätsel lösen, das alles könnte man in dieser Szenerie problemlos durchführen. Der eigentliche Zweck dieses Kathedralen ähnlichen Gebäudes, welches seit Anfang der 90iger Jahre leer steht, war eine Klärwerk-Anlage. Optisch ist es der Wahnsinn und ein paar Bilder habe ich auch mitgebracht.

Das ganze Album wie immer bei Flickr

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Lost Places: Lara Croft Tempel

Lost Places: Lara Croft Tempel

Lost Places: Lara Croft Tempel

Lost Places: Lara Croft Tempel

Am vergangenen Samstag habe ich einen Abstecher in den Duisburger Zoo gemacht. Der Zoo Duisburg wurde am 12. Mai 1934 von Duisburger Bürgern gegründet. Bekannt ist der Zoo für sein Delfinarium und die in Deutschland erste dauerhafte und lange Zeit einzige Haltung und bis heute einzige Zucht von Koalas. Insgesamt befindet sich die komplette Anlage in einem sehr gepflegten Zustand (was man vom Nachbar in Gelsenkirchen nicht behaupten kann). Natürlich habe ich auch ein paar Bilder mitgebracht.

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Das komplette Album wie immer bei Flickr

Da euch mein letzter Beitrag ganz gut gefallen hat, dachte ich mir: Heute gibt es eine Fortsetzung. Die Mutter aller Geistergeschichten aus dem Ruhrgebiet. An dieser Stelle ist es wohl o.k. den echten Namen zu nennen, dafür ist der Ort einfach zu bekannt.

Angeblich soll es im ehemaligen Rittergut Wolfskuhlen spuken. Über dieses sagenumwobene Gebäude bin ich bei meinen Recherchen im www schön öfters gestoßen. Bin bisher nur noch nie vor Ort gewesen. Aber heute hat es geklappt. Das Rittergut Wohlskuhlen ist seit Ewigkeiten verlassen. Früher soll es mal als Kinderheim gedient haben. Im Internet überschlagen sich die Theorien, was hinter den alten Mauern passiert ist.
Die Rede ist von einem Brand, bei dem Kinder ums Leben kamen. Dieser Brand soll sich angeblich alle 50 Jahre wiederholen. Wer heute das Spukhaus betritt, könne noch die Schreie der Kinder hören. Andere reden von Morden im Kinderheim. Betreuer hätten Kinder zunächst getötet und anschließend im Garten vergraben. Die Gräber seien noch dort. Auch ist die Rede von Kindern, die spurlos verschwanden oder im Haus eingemauert worden sein sollen.
Besucher des Spukschlosses sprechen von mysteriösen Erlebnissen während oder nach ihres Besuchs. Merkwürdige Luftzüge, Geräusche oder plötzlich stehen bleibende Autos. Das Schloss Wolfskuhlen stehe außerdem in einem negativen Pentagram und bilde daher das Zentrum des Bösen. Es ist umgeben von fünf weiteren Schlössern, die jeweils die Spitze des Pentagrams einnehmen: Schloss Tervort, Schloss Ossenberg, Schloss Lauersfort, Schloss Cassel und Schloss Blömersheim.

Mein Besuch war relativ harmlos. Habe ein paar Bilder mitgenommen und davon möchte ich Euch ein paar zeigen. Das ganze Album wie immer bei Flickr.

Wolfskuhlen

Lost Places: Rittergut Wolfskuhlen

Lost Places: Rittergut Wolfskuhlen

Lost Places: Rittergut Wolfskuhlen

Lost Places: Rittergut Wolfskuhlen

Lost Places: Rittergut Wolfskuhlen

Habe im vorbeifahren dieses verlassenes Wohnhaus an einer Landstrasse mitten im Ruhrgebiet entdeckt. Noch vor wenigen Jahren muss dort eine tolle kleine Gemeinschaft gelebt haben. Insgesamt waren es 4 Wohneinheiten und besonders gefallen hat mir das Dachgeschoss (wegen dem Kamin). Viel Spaß beim anschauen.2

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Lost Places: Lost Home

Das ganze Album findet Ihr auf FlickR

 

Bin heute bei relativ trübem Wetter mit meiner neuen Kamera durch das LWL Museum der Henrichshütte in Hattingen gelaufen und habe weiter getestet. Ist schon erstaunlich, wieviel Spaß das fotografieren damit macht.

So, und jetzt hoffe ich das man das Bild auch sehen kann, meine HTML Kenntinsse sind etwas eingerostet:

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Das komplette Album findest Du auf Flickr

 

In den letzten Tagen wurden meine Fotos leider nicht mehr korrekt und fehlerhaft angezeigt 😦 Mein freier Speicher ist leider „pickepackevoll“ und das macht es mir leider nicht mehr möglich alle meine Bilder zu zeigen. Es musste eine Alternative her. Keine Angst, meinen Blog werde ich natürlich weiter pflegen und auch Bilder zeigen, aber eben nicht mehr so wie in der Vergangenheit.

Alle meine Bilder werde ich nun auf Flickr zeigen.

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Wenn Du vorbeischauen möchtest, bist Du natürlich eingeladen:

https://www.flickr.com/people/smartphoto78/

„Unser Fritz“ ist kein Wortspiel sondern die Bezeichung für ein ehemaliges Steinkohlebergwerk, welches in Herne (früher Wanne-Eickel) lag. Es zählte zu den bedeutenden Bergwerken im Ruhrgebiet. Das Gelände liegt heute offen, übrig geblieben ist nur der Denkmalgeschützte Malakowturm über Schacht 1. Er wurde 1873 erbaut. Bei meinen recherchen (also google) habe ich eine ganz nette Geschichte entdeckt, die ich Euch unbedingt erzählen möchte:

Der Schacht 1 über dem Malakowturm war ja in den letzten Jahren der Zeche eigentlich nur ein Material und Bewetterungsschacht. Es gab nur einen Fahrkorb mit einem Gegengewicht, üblich sind ja meist 2 Fahrkörbe (einer rauf, einer runter). Der Schacht über dem Malakowturm war für den Maschinenführer schwer zu fahren, denn der Schacht machte bei der Fahrt in die Tiefe einen Knick, zumindest wurde es über all die Jahre immer mehr versetzt. Man musste, wegen des Knicks die Maschine anhalten, bevor das Gegengewicht am Fahrkorb vorbeikam. Die Insassen des Korbes mussten dann mit einem Besenstiel das Gegengewicht beiseite drücken um eine Kollision mit dem Fahrkorb zuvermeiden. Erst nach diesem Vorgang konnte die Fahrt weitergehen. Mich würde hier an der Stelle mal eine berufsgenossenschaftliche Bewertung interessieren 🙂

Jetzt zu den Fotos. Einen Aufstieg auf den Turm habe ich mich nicht getraut, der Turm war mir einfach zu marode.

Heute möchte ich einen sehr alten Lost Place zeigen. Vermutlich handelt es sich hierbei um eine alte Zisterne aus dem deutschen Kaiserreich. Zumindest hatte es etwas mit Wasservorsorung zu tun, denn es waren Wasserzu- und abläufe zu erkennen. Der Eingang deutete auf die Zeit um 1900 hin. Davon werde ich allerdings kein Bild veröffentlichen, denn ich möchte unbedingt verhindern, dass dieser alte verlassene Ort weiter vollgeschmiert wird. Ein paar Bilder konnte ich machen. Es war verdammt dunkel da unten drin und leider hatte ich kein Stativ dabei. Wollte euch die Bilder aber dennoch zeigen, da ich diesen geheimnisvollen Ort sehr spannend finde.

Zechen-Förderturme gibt es im Ruhrgebiet an allen Ecken zu sehen und zu entdecken. Die Vorgänger dieser Stahlgerüste waren die burgartigen Malakow-Türme. Ganz besonders schön anzusehen ist der Malakow-Turm der Zeche Hannover. Heute Teil des LWL-Industriemuseums. Konnte die relativ kleine Anlage besuchen und habe ein paar Bilder mitgebracht.

Heute hat es mich gepackt und bin auf den Sattel gehüpft und hab in die Pedale getreten. So kam es, da ich insgesamt 33 KM abgestrampelt habe (Hin- und Rückweg). Der Weg führte mich vom Hohenlimburger Zentrum die Lenne entlang über den dortigen Radweg (der meiner Meinung nach stark sanierungsbedürftig ist). Insgesamt bin ich unter 3 Autobahnbrücken gefahren, darunter war auch die alte und neue Lennetalbrücke der A45. Am Hengsteysee fand heute ein Triathlon statt – sehr beeindruckende Geschwindigkeit. Bei meinen Pausen habe ich auch ein paar Bilder gemacht, die ich euch heute gerne zeigen möchte. Aber zuerst die Karte (google) zur Orientierung. Viel Spaß:

Landkarte

Die kleine, aber wunderschöne Kiche im Dortmunder Süden ist der älteste Sakralbau im Stadtgebiet. Urkundlich wurde ein Vorläuferbauwerkt bereits im Jahr 776 erwähnt. Die Kirche wurde im 8. Jahrhundert von Papst Leo III auf seinem Weg nach oder von Paderborn besucht. Der heutige Bau ist auf die Mitte des 12. Jahrhunderts datiert. Im Mittelalter hatte die Kirche größere Bedeutung als Wallfahrtsort und Ablasskirche. Auf dem Kirchhof befindet sich ein Friedhof, der wohl älteste Totenhof im ganzen Ruhrgebiet. Die Grabsteine verweisen zurück bis auf das 9. Jahrhundert. Bei meinem Besuch hörte ich wie die Orgel spielte, das wirkte auf micht fast mystisch.

Die Zinkfabrik Altenberg ist Ankerpunkt des LVR-Industiemuseums in Oberhausen. Gar nicht weit vom CentrO (für die, die damit nichts anfangen können: Das ist DIE Shopping-Mall im Ruhrgebiet). Aber zurück zum Industriemuseum. Die Ausstellung erzählt von der Entstehung der Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet. Das Vorkommen von Erz und Kohle in der Region und von der Eisenbahn, als größten Verbraucher von Eisen und Stahl. Dabei läuft der Besucher durch das Innere eines Hochofens, an zahllosen Rädern, Schienen, Ketten und anderen Produkten vorbei.  Für mich gab es unzählige Fotomotive und unglaubliche viele Informationen über die damalige Arbeit im Ruhrgebiet.

Heute möchte ich euch meinen allerersten „Lost Place“ zeigen und zwar aus meiner Kindheit. Hier haben wir uns als Grundschüler am Nachmittag getroffen und haben unbeschwert verstecken gespielt. Hier schimpfte niemand, die alte Papierfabrik war für uns Kinder ein einziger Spielplatz. Wenn ich genau überlege, ist das sogar schon über 30 Jahre her.

Die Papierherstellung hat im märkischen Sauerland eine lange Tradition. 1692 kam Mathias Vorster aus Mülheim an der Ruhr in die Grafschaft Mark, um hier eine Papiermühle zu errichten. Er erwarb ein Gut in Hagen Delstern samt Gelände an der Volme, das für die Anlage einer derartigen Mühle wie geschaffen schien. Wichtige Voraussetzung für die Gründung einer Papiermühle war das Vorhandensein von klarem und gutem Wasser in ausreichender Menge. Dabei wird das Wasser nicht nur als Kraftquelle für Wasserräder benötigt, sondern auch als Rohstoff bei der Herstellung des Papierbreies. Damit begründete Vorster einen Gewerbezweig in der Region Hagen. Die Vorsterschen Papierfabriken belieferten über lange Zeit die preußische Verwaltung  mit hochwertigen Schreibpapieren. Eine Spezialität der „Obersten Mühle“ waren Strickmusterpapiere sowie Pack-, Tabak-, und Stempelpapiere, sogar Basismaterial für preußisches Papiergeld wurde produziert. Die Mühle brannte im Jahr 1878 ab und wurde stark verändert wieder aufgebaut und sogar erweitert.  Sie fimierte später unter dem Namen „Steinwender“. Die heute noch erhaltenen backsteinernen Fabrikgebäude stellen eine Zusammenstellung aus An-, Um- und Neubauten verschiedener Epochen dar. Die Papierfabrik wurde noch bis in die 1960er Jahre fortgeführt.

Heute haben Teile der Fabrik eine gewerbliche Nachnutzung für u.a. für Autoschrauber gefunden. Allerdings bleibt ein Großteil sich selbst überlassen und verfällt. Leider kann ich nur Aufnahmen von außen anbieten.

Lost Places: Opas Werkstatthaus

Veröffentlicht: 19. März 2017 in Allgemein, Foto, Lost Places, NRW, Ruhrgebiet, Urbex
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Schon seit über 10 Jahren ein verlassener Ort. An jeder Ecke tropfte es und ich möchte gar nicht wissen, wie lange es noch dauert bis das Dach einstürzt.

 

Hatte im vergangenen Jahr schon einmal einen Beitrag zur wunderschönen Zeche Zollern. Heute möchte ich den Beitrag u.a. um ein paar Bilder aus der jetzt zugänglichen Maschinenhalle ergänzen. Außerdem möchte ich für die Fotoausstellung von Erich Grisar ein bisschen Werbung machen. Die ausgestellten Bilder des Fotografen aus dem Ruhrgebiet haben mir sehr gut gefallen und zeigen wie das Leben vor 100 Jahren im „Kohlenpott“ war.

Habe heute eine kleine ehemalige Stanzerei mit Bahnanbindung besucht. Viel Spaß beim anschauen.

Habe mich heute durch meine Bildersammlung der letzten Jahre gewühlt. Wie ich so durch die Ordner geklickt habe, bin ich über etliche Bilder von Fördertürmen gestoßen. Ist schon erstaunlich wie viele es davon im ganzen Ruhrgebiet immer noch gibt, obwohl nur noch im Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop gefördert wird. Jeder der schon einmal über die Autobahnen im Ruhrgebiet gefahren ist, wird die Türme sicherlich schon einmal im vorbeifahren gesehen haben. Heute will ich Euch ein paar Bilder von Fördertürmen zeigen, die mir persönlich am Besten gefallen. Viel Spaß

Lost Places: Brauerei

Veröffentlicht: 29. Januar 2017 in Allgemein, Foto, Industrie, Lost Places, NRW, Ruhrgebiet, S/W, Urbex
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In unmittelbarer Nähe zur Ruhr wurde die Brauerei Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet. 1968 wurde die Produktion wieder eingestellt und das Gebäude wird seither sich selbst überlassen. Innen  war es teilweise sehr dunkel, was es nicht einfach gemacht hat hier zu fotografieren. Zumal es auch an allen Ecken knarrte und quitschte. Aber ein Gebäude, welches seit über 50 Jahren sich selbst überlassen wird, bietet eben nicht die Bequemlichkeiten eines Museeums. Was ja letztlich auch den besonderen Reiz von verlorenen Orten ausmacht.

Leider habe ich bei meinen Recherchen im Netz kein Bild gefunden, wo noch produziert wurde. Deshalb nur eine s/w Zeichnung. Aber hier kann man sich ganz gut ein Bild von der Größe des Geländes machen (was heute allerdings nur noch minimal erhalten ist).

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