Mit ‘Ruhrgebiet’ getaggte Beiträge

DSC_8293

100

Liebe Leser meines Blogs, heute möchte ich Euch den 100. Beitrag in der Kategorie: LOST PLACES präsentieren. Hierfür habe ich mir ein echtes Sahnestückchen rausgesucht. Ein absoluter Fototraum; Wunderschöne Perspektiven und es war ein unglaublich spannendes Abenteuer diese Anlage zu erkunden. Eine verlassene Zeche mitten im Herzen des Ruhrgebietes, genau genommen eine „Kohlenwäsche“ mit Kilometerlagen Förderbändern inmitten eines riesigen Stahlgerüstes umrandet von rotem Backstein.

6

Die Geschichte der Anlage geht bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Der preußische Staat erwarb mehrere Grubenfeldbesitze u.a. dieses hier. Um 1910 wurde mit dem Abteufen von Steinkohle begonnen. Die Schachtanlage entwickelte sich wirtschaftlich sehr vielversprechend. Bereits Anfang der 1920er Jahre wurde die Grenze von 1 Mio. Tonnen jährlicher Förderung überschritten. In den folgenden Jahren wurde die Anlage erweitert und immer wieder vergrößert. Sogar eine eigene Kokerei mit 160 Öfen wurde in Betrieb genommen. Mit den Jahren des Kohle Abbaus sind weitere Förderschächte aus der umliegenden Umgebung an das unterirdische Stollensystem angeschlossen worden. Die Kriegsgeschehnisse ließen die Arbeiten Anfang der 40er Jahre zum Erliegen kommen. Mitte der 50er Jahre wurde mit dem Bau eines Zentralförderschachtes begonnen. Dieser wurde mit vollautomatischen Gestellförderungen ausgestattet. Anfang der 60er Jahre wurde ein moderner Betonfördertum errichtet. Zeitweise lag die Jahresförderung bei 3 Mio. Tonnen. In den 80er Jahren konnte der Betrieb durch die Verfüllung der umliegenden Schachtanlagen Aufrecht erhalten werden. Wo Anfang der 80er Jahre noch gut 150.000 Bergleute im Ruhrgebiet tätig waren, läutete sich das Ende einer Ära ein. Diese Zeche brachte am 19. Dezember 2008 die letzte Lore zutage.

DSC_8501

Die Anlage ist bis heute so gut wie unversehrt erhalten geblieben. Die sogenannten „Kabelratten“ haben sich weite Teile der Kupferleitungen zu Eigen gemacht. Was einige Polizeieinsätze zu Folge hatte. Für mich ein würdiger 100. Beitrag. Die Zeit schien bei meinem Besuch still zu stehen. Es verging Stunde um Stunde und erst beim Eintreten der Dunkelheit wurde ich vom Bann der der Anlage freigelassen und habe meine Heimreise mit unzähligen Fotos im Gepäck angetreten. Übrig geblieben sind 100 – passend für diesen Beitrag. Das komplette Album wie immer Flickr. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder.

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

 

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Lost Places: Die Kohlenwäsche

Advertisements

DSC_7528

Die heutige Bilderserie die ich Euch zeigen möchte, stammt aus einer verlassenen Bergbau-Berufsschule irgendwo im Ruhrgebiet. Ich gebe zu, viel ist dort nicht mehr vorhanden. In der Schule wurden seit über 30 Jahren keine Schüler mehr unterrichtet und die Gebäude verfallen. Viel Spass beim anschauen der Bilde. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

Lost Places Bergbau Berufsschule

Lost Places Bergbau Berufsschule

Lost Places Bergbau Berufsschule

Lost Places Bergbau Berufsschule

Lost Places Bergbau Berufsschule

DSC_7251

Die Kokerei wurde Ende der zwanziger Jahre in Betrieb genommen. In der Blütezeit wurden 350 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Heute ist von der ehemaligen Anlage nur noch die Lohnhalle vorhanden. Die Halle wurde später in ein Verwaltungsgebäude umfunktioniert. Der zweigeschossige Mittelteil wurde im Stil des Backsteinexpressionismus entworfen. Hier könnte der Begriff Kokerei auch inVerkokelt umbenannt werden. Teilweise waren die Räume derart hinüber, das man dem Gebäude einen Abriss gönnt. Ein paar Bilder habe ich mitgebracht. Viel Spaß beim anschauen. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

DSC_7488

DSC_7493_ShiftN

DSC_7501_ShiftN

DSC_7718Ich habe die verlassene Kaue ein zweites mal besucht. Nur das ich diesmal hauptsächlich Bilder von den Körben gemacht habe.  Für mich ist dieser Ort fast schon mystisch und anmutig zugleich. Ein toller Ort zum fotografieren. Das komplette Album mit den neuen Bildern wie immer bei Flickr. Viel Spaß

Lost Places: Die Kaue

Lost Places: Die Kaue

Lost Places: Die Kaue

Lost Places: Die Kaue

Die letzten Tage war ich etwas kränklich. „Ohhhhe“ – könnt Ihr euch sparen. Aber danke. Heute bin ich dann mal wieder mit meiner Kamera raus. Heute kein verlassener Ort, eher ein Hot Spot. Sonntags ist am Dortmunder Phönixsee eine Menschenmasse unterwegs, das es fast unschön ist. Nun, ja nun war ich hier und bin losgegangen. Die Sony A6000 hat eine integrierte Panoramabildfunktion und das habe ich euch mitgebracht:

Phönixsee-Panorama Feb. 2018

Ich erinnerte mich an eine witzige Funktion die es in Photoshop gibt. Den Verzerrungsfilter: Polarkoodinaten.

Phönixsee-Kugel Feb. 2018

Und jetzt kommt das Highlight: Adobe bietet die ältere Photoshop Version CS2 zum kostenlosen Download an. U.a. könnt ihr das Programm HIER bekommen. Eine Anleitung, wie diese „Kugelwelt“ zustande kommt findet ihr HIER.

 

Dieser verlassene Ort zeigt eine Armaturenfabrik aus dem Jahr 1913. Sie ist ein Relikt aus der industriellen Entwicklung einer größeren Stadt im Ruhrgebiet. Zwischen ihren Mauern wurden Geräte für Kupfer- und Kühlelemente und Blasformen für Hochöfen herstellt. Vor allem aber Spezialarmaturen für die Schwerindustrie. Die Erzeugnisse fanden nicht nur im Ruhrgebiet Abnehmer sondern auch im europäischen Ausland. In den Kriegsjahren wurden zwangsweise Metallhülsen produziert. Ende der 1980er Jahre musste die Fabrik infolge der Stahlkriese, Insolvenz anmelden. Es folgten Zwangsversteigerungen, die jedoch fehlschlugen. Erste Untersuchungen hatten ergeben, das das Erdreich unter den Hallen bis in vier Metern tiefe hoch kontaminiert und verseucht sind. Relikte aus Produktionszeiten. Ein ruhiger Lost Place und herrlich ruinöse Motive. Das komplette Album wie immer bei Flickr.DSC_1996_ShiftN

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Lost Places: Fitting Factory - Armaturenfabrik

Die Halle war ein Veranstaltungsort wo im März 2011 letztmalig der Vorhang geöffnet worden ist. Die bekannteste Show dürfte „Wetten dass..?“ gewesen sein. Neben Frank Elstner war Thomas Gottschalk oft mit seiner Show zu Gast in der Mehrzweckhalle. Unvergessen ist hier sicherlich der Auftritt von Michael Jackson 1995, wo der „Earth Song“ seine Weltpremiere gefeiert hat. Aber auch andere Stars wie Harald Juhnke, Rod Steward, Roger Whittaker, James Last und sogar Jachim Fuchsberger mit seiner Show „Auf los gehts los“, die damals ein echter Strassenfeger gewesen sein muss, waren hier Gäste. Daneben wurden über weitere 50 Sendungen produziert, u.a. „Die verflixte 7“ mit Rudi Carell und „Melodien für Millionen“ mit Dieter Thomas Heck. Zusätzlich fanden in der Halle auch Sportveranstaltungen statt. Das Gebäude wurde gerade einmal 35 Jahre genutzt, kostete damals fast 19 Mio. Mark für eine Grundfläche von 8400 Quardartmetern und die Halle bietet für 1100 bis 4362 Besuchern Platz.

Nun wird die Halle nicht mehr genutzt. Es gab Überlegungen in der Halle ein „Qutlet-Village“ zu errichten, diese Pläne wurden aber von der örtlichen Bezirksvertretung verabschiedet. Insgesamt war der Besuch, bis auf den Zugang eher unspektalär, leider war es sehr dunkel . Aber ich hoffe ihr könnt trotzdem einen Eindruck bekommen wie ein einstiger Publikumsmagnet verfällt. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

DSC_2166

Lost Places: "Wetten dass...?" - Halle

Lost Places: "Wetten dass...?" - Halle

Lost Places: "Wetten dass...?" - Halle

2018! Das Jahr in dem die letzte Zeche im Ruhrgebiet schließen wird. Es waren mal weit mehr als 1000 Schächte. Ich nehme das zum Anlass einen echten Ruhrgebiets – Lost Place zu zeigen. Die Bilder dieses verloren Ortes zeigen eine Zeche, oder besser, das was davon noch übrig ist. Teufbeginn war 1943, Betriebsende 2008. Der Schacht wurde 2009 verfüllt und das Fördergerüst wurde von einer Firma aus Hessen erworben, demontiert und am Firmensitz wieder aufgebaut. Noch vorhanden sind einige wenige Nebengebäude sowie Reste des Fördergerüstes und die Kaue. Viel Spaß beim anschauen der Bilder, die ich in s/w gehalten habe. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

DSC_1751

Lost Places: Die Kaue auf dem Zechengelände

Lost Places: Die Kaue auf dem Zechengelände

Lost Places: Die Kaue auf dem Zechengelände

Lost Places: Die Kaue auf dem Zechengelände

Lost Places: Die Kaue auf dem Zechengelände

Lost Places: Die Kaue auf dem Zechengelände

Dieser Beitrag zeit meinen Besuch eines Ortes den ich schon öfters besucht habe, bisher aber nie die Möglichkeit hatte mir die imposante Anlage von Innen anzuschauen. Aber im Rahmen des offenen Denkmals öffnete die Anlage ihre Tore. Die Zeche Gneisenau ist ein ehemaliges Steinkohle-Bergwerk in Dortmund. Betriebsbeginn war 1886. Betriebsende 1985. Die Zeche hatte ca. 6.000 Beschäftigte.
Der Tag des offenen Denkmals 2017 ermöglichte mir einen Besuch, der sonst nicht zugänglichen Schachtanlage II und IV. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

DSC03006

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

Zeche Gneisenau: Tag des offenen Denkmals 2017

DSC02191

Die Zeche Zollverein war ein von 1851 bis 1986 aktives Steinkohlebergwerk in Essen. Sie ist heute ein Architektur- und Industriedenkmal. Gemeinsam mit der unmittelbar benachbarten Kokerei Zollverein gehören die Schachtanlagen 12 und 1/2/8 der Zeche seit 2001 zum Welterbe der UNESCO. Heute Abend habe ich mich mehr oder weniger spontan zu einem abendlichen Spaziergang entschieden. Im Werksschwimmbad war noch richtig viel los, sonst hätte ich davon gerne ein paar Fotos mitgebracht. Finde die Idee, ein Schwimmbad in einer Kokerei zu betreiben super genial. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

Zeche und Kokerei Zollverein

Zeche und Kokerei Zollverein

Zeche und Kokerei Zollverein

Zeche und Kokerei Zollverein

Am vergangenen Samstag habe ich einen Abstecher in den Duisburger Zoo gemacht. Der Zoo Duisburg wurde am 12. Mai 1934 von Duisburger Bürgern gegründet. Bekannt ist der Zoo für sein Delfinarium und die in Deutschland erste dauerhafte und lange Zeit einzige Haltung und bis heute einzige Zucht von Koalas. Insgesamt befindet sich die komplette Anlage in einem sehr gepflegten Zustand (was man vom Nachbar in Gelsenkirchen nicht behaupten kann). Natürlich habe ich auch ein paar Bilder mitgebracht.

DSC01692

DSC01479

DSC01506

DSC01533

DSC01632

Das komplette Album wie immer bei Flickr

 

Bin heute bei relativ trübem Wetter mit meiner neuen Kamera durch das LWL Museum der Henrichshütte in Hattingen gelaufen und habe weiter getestet. Ist schon erstaunlich, wieviel Spaß das fotografieren damit macht.

So, und jetzt hoffe ich das man das Bild auch sehen kann, meine HTML Kenntinsse sind etwas eingerostet:

DSC00998

DSC00971

DSC00838

Das komplette Album findest Du auf Flickr

 

„Unser Fritz“ ist kein Wortspiel sondern die Bezeichung für ein ehemaliges Steinkohlebergwerk, welches in Herne (früher Wanne-Eickel) lag. Es zählte zu den bedeutenden Bergwerken im Ruhrgebiet. Das Gelände liegt heute offen, übrig geblieben ist nur der Denkmalgeschützte Malakowturm über Schacht 1. Er wurde 1873 erbaut. Bei meinen recherchen (also google) habe ich eine ganz nette Geschichte entdeckt, die ich Euch unbedingt erzählen möchte:

Der Schacht 1 über dem Malakowturm war ja in den letzten Jahren der Zeche eigentlich nur ein Material und Bewetterungsschacht. Es gab nur einen Fahrkorb mit einem Gegengewicht, üblich sind ja meist 2 Fahrkörbe (einer rauf, einer runter). Der Schacht über dem Malakowturm war für den Maschinenführer schwer zu fahren, denn der Schacht machte bei der Fahrt in die Tiefe einen Knick, zumindest wurde es über all die Jahre immer mehr versetzt. Man musste, wegen des Knicks die Maschine anhalten, bevor das Gegengewicht am Fahrkorb vorbeikam. Die Insassen des Korbes mussten dann mit einem Besenstiel das Gegengewicht beiseite drücken um eine Kollision mit dem Fahrkorb zuvermeiden. Erst nach diesem Vorgang konnte die Fahrt weitergehen. Mich würde hier an der Stelle mal eine berufsgenossenschaftliche Bewertung interessieren 🙂

Jetzt zu den Fotos. Einen Aufstieg auf den Turm habe ich mich nicht getraut, der Turm war mir einfach zu marode.

Zechen-Förderturme gibt es im Ruhrgebiet an allen Ecken zu sehen und zu entdecken. Die Vorgänger dieser Stahlgerüste waren die burgartigen Malakow-Türme. Ganz besonders schön anzusehen ist der Malakow-Turm der Zeche Hannover. Heute Teil des LWL-Industriemuseums. Konnte die relativ kleine Anlage besuchen und habe ein paar Bilder mitgebracht.

Heute hat es mich gepackt und bin auf den Sattel gehüpft und hab in die Pedale getreten. So kam es, da ich insgesamt 33 KM abgestrampelt habe (Hin- und Rückweg). Der Weg führte mich vom Hohenlimburger Zentrum die Lenne entlang über den dortigen Radweg (der meiner Meinung nach stark sanierungsbedürftig ist). Insgesamt bin ich unter 3 Autobahnbrücken gefahren, darunter war auch die alte und neue Lennetalbrücke der A45. Am Hengsteysee fand heute ein Triathlon statt – sehr beeindruckende Geschwindigkeit. Bei meinen Pausen habe ich auch ein paar Bilder gemacht, die ich euch heute gerne zeigen möchte. Aber zuerst die Karte (google) zur Orientierung. Viel Spaß:

Landkarte

Die kleine, aber wunderschöne Kiche im Dortmunder Süden ist der älteste Sakralbau im Stadtgebiet. Urkundlich wurde ein Vorläuferbauwerkt bereits im Jahr 776 erwähnt. Die Kirche wurde im 8. Jahrhundert von Papst Leo III auf seinem Weg nach oder von Paderborn besucht. Der heutige Bau ist auf die Mitte des 12. Jahrhunderts datiert. Im Mittelalter hatte die Kirche größere Bedeutung als Wallfahrtsort und Ablasskirche. Auf dem Kirchhof befindet sich ein Friedhof, der wohl älteste Totenhof im ganzen Ruhrgebiet. Die Grabsteine verweisen zurück bis auf das 9. Jahrhundert. Bei meinem Besuch hörte ich wie die Orgel spielte, das wirkte auf micht fast mystisch.

Die Zinkfabrik Altenberg ist Ankerpunkt des LVR-Industiemuseums in Oberhausen. Gar nicht weit vom CentrO (für die, die damit nichts anfangen können: Das ist DIE Shopping-Mall im Ruhrgebiet). Aber zurück zum Industriemuseum. Die Ausstellung erzählt von der Entstehung der Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet. Das Vorkommen von Erz und Kohle in der Region und von der Eisenbahn, als größten Verbraucher von Eisen und Stahl. Dabei läuft der Besucher durch das Innere eines Hochofens, an zahllosen Rädern, Schienen, Ketten und anderen Produkten vorbei.  Für mich gab es unzählige Fotomotive und unglaubliche viele Informationen über die damalige Arbeit im Ruhrgebiet.

Heute möchte ich euch meinen allerersten „Lost Place“ zeigen und zwar aus meiner Kindheit. Hier haben wir uns als Grundschüler am Nachmittag getroffen und haben unbeschwert verstecken gespielt. Hier schimpfte niemand, die alte Papierfabrik war für uns Kinder ein einziger Spielplatz. Wenn ich genau überlege, ist das sogar schon über 30 Jahre her.

Die Papierherstellung hat im märkischen Sauerland eine lange Tradition. 1692 kam Mathias Vorster aus Mülheim an der Ruhr in die Grafschaft Mark, um hier eine Papiermühle zu errichten. Er erwarb ein Gut in Hagen Delstern samt Gelände an der Volme, das für die Anlage einer derartigen Mühle wie geschaffen schien. Wichtige Voraussetzung für die Gründung einer Papiermühle war das Vorhandensein von klarem und gutem Wasser in ausreichender Menge. Dabei wird das Wasser nicht nur als Kraftquelle für Wasserräder benötigt, sondern auch als Rohstoff bei der Herstellung des Papierbreies. Damit begründete Vorster einen Gewerbezweig in der Region Hagen. Die Vorsterschen Papierfabriken belieferten über lange Zeit die preußische Verwaltung  mit hochwertigen Schreibpapieren. Eine Spezialität der „Obersten Mühle“ waren Strickmusterpapiere sowie Pack-, Tabak-, und Stempelpapiere, sogar Basismaterial für preußisches Papiergeld wurde produziert. Die Mühle brannte im Jahr 1878 ab und wurde stark verändert wieder aufgebaut und sogar erweitert.  Sie fimierte später unter dem Namen „Steinwender“. Die heute noch erhaltenen backsteinernen Fabrikgebäude stellen eine Zusammenstellung aus An-, Um- und Neubauten verschiedener Epochen dar. Die Papierfabrik wurde noch bis in die 1960er Jahre fortgeführt.

Heute haben Teile der Fabrik eine gewerbliche Nachnutzung für u.a. für Autoschrauber gefunden. Allerdings bleibt ein Großteil sich selbst überlassen und verfällt. Leider kann ich nur Aufnahmen von außen anbieten.

Hatte im vergangenen Jahr schon einmal einen Beitrag zur wunderschönen Zeche Zollern. Heute möchte ich den Beitrag u.a. um ein paar Bilder aus der jetzt zugänglichen Maschinenhalle ergänzen. Außerdem möchte ich für die Fotoausstellung von Erich Grisar ein bisschen Werbung machen. Die ausgestellten Bilder des Fotografen aus dem Ruhrgebiet haben mir sehr gut gefallen und zeigen wie das Leben vor 100 Jahren im „Kohlenpott“ war.

Habe heute eine kleine ehemalige Stanzerei mit Bahnanbindung besucht. Viel Spaß beim anschauen.

Habe mich heute durch meine Bildersammlung der letzten Jahre gewühlt. Wie ich so durch die Ordner geklickt habe, bin ich über etliche Bilder von Fördertürmen gestoßen. Ist schon erstaunlich wie viele es davon im ganzen Ruhrgebiet immer noch gibt, obwohl nur noch im Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop gefördert wird. Jeder der schon einmal über die Autobahnen im Ruhrgebiet gefahren ist, wird die Türme sicherlich schon einmal im vorbeifahren gesehen haben. Heute will ich Euch ein paar Bilder von Fördertürmen zeigen, die mir persönlich am Besten gefallen. Viel Spaß

Lost Places: Brauerei

Veröffentlicht: 29. Januar 2017 in Allgemein, Foto, Industrie, Lost Places, NRW, Ruhrgebiet, S/W, Urbex
Schlagwörter:, , , , ,

In unmittelbarer Nähe zur Ruhr wurde die Brauerei Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet. 1968 wurde die Produktion wieder eingestellt und das Gebäude wird seither sich selbst überlassen. Innen  war es teilweise sehr dunkel, was es nicht einfach gemacht hat hier zu fotografieren. Zumal es auch an allen Ecken knarrte und quitschte. Aber ein Gebäude, welches seit über 50 Jahren sich selbst überlassen wird, bietet eben nicht die Bequemlichkeiten eines Museeums. Was ja letztlich auch den besonderen Reiz von verlorenen Orten ausmacht.

Leider habe ich bei meinen Recherchen im Netz kein Bild gefunden, wo noch produziert wurde. Deshalb nur eine s/w Zeichnung. Aber hier kann man sich ganz gut ein Bild von der Größe des Geländes machen (was heute allerdings nur noch minimal erhalten ist).

brauerei-um-1900

Auf über 30.000qm liegt eine Industriebrache irgendwo im sauerländischen Nirgendwo… Produziert wurden Gussstahl und Drahtseile. Heute, oder besser vor 10 Jahren haben ein paar „Nachnutzer“ ihren Müll dort abgelagert. Von den ehemaligen Produktionsstätten sind aber noch ein paar Stellen übrig geblieben. Insgesamt ein natürlicher Verfall und eine ansprechende Fotolocation.

Im Westen des heutigen Dortmunder Stadtteils Hörde wurde 1852 mit dem Bau eines der ersten Hochofenwerke im Ruhrgebiet begonnen: PHÖNIX-WEST. Bereits 1855 wurden mit 1200 Arbeitskräften schon über 22.000 Tonnen Roheisen erzeugt. Im Rahmen des allgemeinen Niedergangs der Stahlindustrie wurde der Standort Phönix-West 1998 aufgegeben und es ist nur noch eine riesige Industrieruine zurück geblieben. Habe heute beim Neujahrsspaziergang ein paar Bilder festgehalten. Viel Spaß beim anschauen und ich wünsche Euch einen guten Start ins neue Jahr.

Der Hengsteysee liegt zwischen Hagen, Dortmund Herdecke in NRW und ist einer von sechs Ruhrstauseen. Er wurde Ende der 1920er Jahre fertiggestellt. Am Hengsteysee steht das Köppchenwerk mit der bekannten RWE Landmarke. Es hatte eine Leistung von 132 Megawatt und galt als Erste seiner Art. Bis 1940 war es ein potentielles Angriffsziel im „Ruhr Plan“. Der britischen Luftwaffe gelang bei einem Luftangriff ein Treffer und dabei wurde eine Wasserleitung beschädigt. Um das Köppchenwerk zu schützen wurde es unter Tarnnetzen verdeckt und in der näheren Umgebung waren zahlreiche Flak-Batterien stationiert. Mittlerweile laufen die Pumpen nur noch in dem 2. Werk, welches direkt daneben steht. Es gibt aber Pläne die das denkmalgeschützte Köppchenwerk erhalten.